FeedBodenmais
ErdkundeBrockhaus 1882

Bodenmais, Dorf in Niederbayern, Landamdlegen n Regen, 13 km nördlich vom Schwarzen Regen, am Rothbach, einem kleinen Zuflusse des erstern, im S. des Großen und Kleinen Arber, auf einem Bergrücken in 691 m Höhe gelegen, Sitz eines Berg⸗ und Hüttenamtes (mit reicher Mineraliensammlung), zählt w1800 E., die sich durch Arbeit in den hiesigen Hüttenwerken ernähren, in welchen Eisen aus Schwefelkies, Vitriol, rote Farbe, Polli bmucht und zum Polieren des Spiegelglases geraucht, Graphit und Quarz gewonnen werden. Auch bestehen hier drei Glashütten. Zahlreiche Bewohner durchsuchen die Wälder nach Zunderschwamm, der nach Augsburg und Nürnberg verandelt wird. Der —⁷¹ vom Orte gelegene rote Oufshauhe g Silberberg mit der gezackten, Biofshaube Pebthmon Spitze (963 m) liefert kein Silber, wohl aber manche sonst seltene Mineralien.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 232Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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