Bohnerz, erbsen⸗ und bohnenförmige Kugeln von unt 1—1,5 em Durchmesser und konzentrisch-schaliger Struktur, welche aus schmutzi olivengrünen bis ockergelben, thon⸗ und kieselhaltigem Brauneisenstein bestehen und meistens durch eisenschüssigen hon oder Quarzsand zu einer * oder mehr lockern Masse verbunden sind. Auch Kalk, Alkalien, Phosphorsäure, Arsensäure, Vanadinsäure finden sich in geringer Menge darin. Die B. treten fast überall nur im Gebiete der weißen Raaerungemin auf, wo sie bald flözartige Aufagerungen in den Kalksteinmulden bilden, bald Klüfte und Spalten oder trichterähnliche Vertiefungen darin ausfüllen, meistens von sandigen und eisenschüssigen Thonen begleitet, und d. Sof Kueln von — und Hornstein enthaltend. So finden le ich im Breisgau, im Hegau, auf der Schwäbischen Alp, im — und franz. Jura, in der anche-Comté. Man hielt ehedem dafür, daß sie elbst ein Glied der Juraformation seien, gelangte aber später, namentlich auf Grund der in ihnen vorkommenden Säugetierreste, zu der Erkenntnis, daß ihre Bildung einer viel spätern Zeit und zwar der Tertiärperiode angehört. Wahrscheinlich waren sie ursprünglich durch Mineralquellen gelieferte Absätze von erbsensteinähnlichem Eisenoxydulcarbonat, welches sich dann im Laufe der Zeit in das ietzt vorliegende Eisenorydhydrat umgewandelt hat.