FeedBöhnhase b. Boden
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Böhnhase b. Boden, Beenhase), wahrscheinlich von Bähne, d. h. Boden, und Hase, weil die so Beichneten aus Furcht vor ÜUberfall und Haus½ sich auf dem Hausboden versteckten, Hies, besonders bei den Schneidern, derjenige, we cher ein Handwerk betreibt, ohne es zunftig erlernt und das Meisterrecht erlangt zu haben. Die Zunftmeister pflegten einen solchen zu ejagen» und zur Imderebeno zu ziehen. In Handelsstädten wurden ebenso die Makler genannt, welche zu ihrem Geschäft nicht die obrigkeitliche Erlaubnis besitzen. Die Gewerbefreiheit hat den Namen mit der Sache im obigen Sinne beseitigt; doch bezeichnet man so wohl jetzt noch einen Pfuscher in seinem Gewerbe.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 261Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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