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PflanzenreichBrockhaus 1882

Bombax, Wollbaum, Linnesche Baumgattung aus der Familie der Sterculiaceen, deren Arten sämtlich in den Tropenländern zu Hause sind. Sie zeichnen sich durch ihre Hern in fünffächerige Kapsel aus, in deren Fächern in kurze Wolle eingehüllte Samen liegen. Die Blüten besitzen einen lederartigen, fünflappigen Kelch und eine fünfblätterige Blumenkrone, die Blätter sind gefingert oder handförmig zerteilt. Es gibt unter den Bombaxarten sehr I1 und namentlich sehr dickstämmige Bäume. Berühmt ist z. B. B. Ceiba JL., aus dessen enorm dicken, dornigen Stämmen die Karaiben ihre Kähne durch ensache Aushöhlung gewinnen. Auch verfertigt man aus den ausgehöhlten Stämmen Tonnen, welche 5 — 8000 kg Zucker zu fassen vermögen. Es gibt auch Arten, deren Stamm vollkommen die Form einer Tonne besitzt. Die kurze, bei B. Ceiba grau, bei B. septenatum Jacg. schmutzigweiß, bei B. globosum Aubl. rotgelb gefärbte Samenwolle (Bombaxwolle) wird in Südamerika und Westindien, wo die genannten Bombaxarten einheimisch sind, zur Herstellung von Polstern verwendet. Auch in den europ. Handel ist sie unter den Namen „Pflanzendunens oder Ceibawolles gekommen und wird ebenfalls zum Ausstopfen von Betten u. dgl. benutzt. Zum Verspinnen eignet sie sich weniger, da die Fasern zu kurz sind, nur die Wolle der B. septenatum kann dazu verwendet werden. In Deutschland gedeihen die Bombaxarten nur im Warmhause. Sie werden wenig kultiviert, lassen sich übrigens durch Ableger vermehren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 296Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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