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PflanzenreichBrockhaus 1882

Bixa, Linnésche Gattung tropischer Bäume aus der nach ihr benannten Familie der Bixineen. Diese Bäume zeichnen sich durch immergrüne Belaubung und schöne große, aus einem gefärbten, funfblätterigen Kelch, einer fünfblätterigen Blumenkrone, vielen Staubgefäßen und einem einzigen Stempel bestehende Blüten, welche in eine Rispe gestellt sind aus und werden deshalb, zumal sie sich leicht durch Samen und Ableger vermehren lassen, häufig als Ziergewächse in Warmhäusern kultiviert. Eine im tropischen Amerika heimische Art, B. orellana L., der Orleansbaum liefert den unter dem Namen Orlean, Birxin, Urucu und Roucou in den Handel kommenden Stoff, welcher in der Medizin und Färberei Anwendung findet. Er bedeckt den in einer Kapsel eingeschlossenen Samen des genannten Baums als ein klebriger, roter Uberzug, gibt im trockenen Zustande ꝗ Papier einen gelbroten Strich, verbrennt mit heller Flamme und . widrig herbe, salzig-bitter. Die Indianer bereiten durch Vermengung des srischen Orlean mit Citronensaft und Gummi eine scharlachrote Farbe, mit welcher sie sich bemalen. Diese Farbe heißt in Brailien Roucou oder Urucu. Die Spanier setzen das rlean der Chokolade zu und färben damit bisweilen die Suppen. In England benutzt man es enn Färben Hein otin Außer dem amerik. Orlean ennt man auch ein ostindisches von B. purpurea Don. Diese hat purpurrote, B. orellana weiße Blumen. Die Dertel ern der Rinde von B. orellana dienen zur Herste .5 von Seilen, Tauen u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 112Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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