Bon 0. 29. „namhafter Philolog und Schulmann, geb. 29. Juli 1814 zu Langensalza, besuchte 1826—32 die Landesschule zu 6. 56 und widmete sich seit 1832 zu Leipzig unter G. Hermann, dann Berlin unter Böckh und Lachmann dem Stuium der klassischen 131839 und Altertumswissenschaft. Von 1836 bis 1838 war er Lehrer am Blochmannschen Friedric zu Dresden, 1838 — 42 Oberlehrer am Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Berlin, dann am Gymnasium zum Grauen Kloster dafelbst, 1842—49 Professor an dem Gymnasium zu Stettin und folgte 1849 einem Rufe als Professor an die Universität Wien, wo er Ceuhne zum Mitdirektor des Philologischen eminars sowie zum Mitglied der Prüfungskommission für das Gymnasiallehramt ernannt ward. Hier verfaßte er mit Erxner im Sommer 1849 den „Organisationsentwurf für die österr. Gymnasien) der 1854 definitiv angenommen ward und no jetzt in gesetzlicher Geltung ist. Zur Unterstützung seiner Bestrebungen begründete er 1850 die Zeit-Monn für österr. Gymnasialwesene, die er erst mit ozart und Seidl, später mit Seidl und Hochegger redigierte. Im J. 1867 wurde er Direktor des Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin und an Böckhs Stelle Direktor des Königl. Pädagogischen Seminars für gelehrte Schulen, ferner Mitglied der Königl. Akademie der Wissenschaften, seit 1869 Mitglied der Redaktion der «Zeitschrift für das Gymnasialwesen». Am 1. Okt. 1875 trat er an Stelle Wieses als vortragender Rat in das Unterrichtsministerium und entwickelte in dieser Stellung eine einflußreiche Thätigkeit. In wissenschaftlicher Beziehung zählt B. 8 den gediegensten Kennern des lato und Aristoteles und deren philos. Systeme. ein Hauptwerk auf diesem Gebiete ist die Ausgabe der Metaphysicao des Aristoteles (2 Bde., Bonn 1848 —49), welcher eine Recension des Kommentars des Alexander von Aphrodisias (Berl. 1847) zu dieser Tateme ischen Schrift vorausgegangen war. Hieran reihen sich die Schriften Uber die Aristotelischen Kategoriend (Wien 1853), die „Platonischen Studien » (2 Hefte, Wien 1858—60; 2. Aufl., Berl. 1875), die «Aristotelischen Studieno (5 Hefte, Wien 1862—67) und der Index Aristotelicus (Berl. 1870). Von seinen übrigen Däurngen a Arbeiten sind, außer zahlreichen Beiträgen zu Zeitschriften, «Beiträge zur Erklärung des Thucydidesvo (Wien 1854), «Beiträge zur Erklärung des Sophokleso (2 Hefte, Wien 1855—57) und über den 3 Aufl4 der Homerischen Gedichtes (Wien 1860; 5. Aufl. 1881) hervorzuheben.