Blaze de Bury (Ange-Henri Blaze, genannt), franz. Schriftsteller, geb. 19. Mai 1813 zu Avignon, Sohn des unter dem Namen Castil Blaze bekannten Schriftstellers, fügte zu seinem väterlichen Namen den seiner Mutter, einer Iae Bor: Engländerin, hinzu. Er besuchte das College Bourbon zu Paris und wurde früh zu den Übersetzungsarbeiten seines Vaters hinzugezogen, der mit E. Deschamps den Don Juanr für die pariser Große Oper bearbeitete. m J. 1836 begann er, unter dem angenommenen amen «Hans Wernero, für die Revue des Deux Mondeso zu arbeiten, mit Beiträgen, die er später meistens gesammelt herausgegeben hat. Seine ersten litterarischen Arbeiten veranlaßten seine Berufung an den Hof von Weimar, wo seine gesellschaftlichen Talente, in Verbindung mit seinen vielseitigen Kenntnissen, ihm zahlreiche Auszeichnungen verschafften. Bei seiner Rückkehr nach Paris setzte er seine litterarischen Beschäftigungen fort und schrieb seit 1864 unter dem neuen Pseudonym 4F. de Lagenevaisv die musikalische Kritik in der Revue des Deux Mondeso. Von seinen Schriften sind zu nennen: die mit einer Einleitung begleitete Übersetzung von Goethes Fausto (1840; 9. Aufl. 1861), «Ecrivains et postes de L'Allemagne (2 Bde., 1846), «Les possies de Goethen (1843; 2. Aufl. 1862), La nuit de Walpurgiso (1850), Les musiciens contemporains „ (1856), „Les salons de Vienne et de Berlind (1861, anonym), Rossini et son tempso (1862), Meyerbeer et son temps „ (1865), &Les légende de Versailleso (1870), Les maitresses de Goethey (1872), Les femmes et la société au temps d'Augusten (1875), «Tableaux romantiques de littérature et d'arto (1878).