Bouquet (frz.), ein künstlerisch geordneter Blumenstrauß aus fri Rum oder aus natürlich trockenen oder getrockneten Blumen, ein Modeartikel, welcher in civilisierten Ländern Tausende von Mens enhänden beschäftigt und eine großartige Industrie ins Leben gerufen hat. Einfachheit und Eleganz sind die Ealder Mi der Kunstgegenstände solcher Art, zumal der Miniaturformen, des Knopfloch- und Brustbouquets, wie man es bei festlichen Gelegenheiten zu tragen pflegt. Einige Beichen weiße Chinaprimeln mit einigen gefüllten Veilchen oder mit gefüllten blauen und roten Leberblümchen (Hepatica nobilis) oder auch mit einigen gefüllten Pelargonien von recht leuchtender Farbe vor einem Blatte von Geranium filicifolium oder von Lastraea pubescens Wahendo utgeg ein ansprechendes B. solcher Art. Ebenso einige getriebene Blumen von Spiraea prunifolia flore pleno und von Euphorbia jacquiniaeflora, jene schneeweiß, diese lebhaft orangerot, beide gehoben durch einige zarte Selaginellazweige, sind zweckentsprechend. Kombinationen solcher Art sind leichter ausführbar als größere B. Bei diesen kommt es vor allem darauf an, die Blumen nach Hruùdêd der Dimen⸗ * der Bouquets zu wählen und gleichzeitig auf sehen, die Blumen mit Rücksicht auf die Kontrastwirku 50 verteilen und endlich durch dazwischen deruc obenes lockerndes Grünmaterial auseinanderzuhalten, durch zartes Laubwerk und Gezweig, ischghrünes Moos u. s. w. Die Anordnung der umen H der Bouquetfläche zu Kreisen oder geometrischen Figuren ist Iponorer Das Hand⸗ oder Ballbouquet ist meist von kreisrunder Form mit etwas gewölbter Fläche. Man umgibt es in der Regel mit einer Manschette mit Eursorm. Dem K. Spitzen, während man der Miniaturform, dem Kotillonbouquet, eine aufrechte Manette zu geben B1 Das Brautbouquet unteridet sich vom Ballbouquet in der Hauptsache durch, daß es aus weißen Blumen und kleinblätteriger rautmyrte gebunden wird, meistens auch durch die Kostbarkeit der Manschette. asenbouuets erhalten einen rundlichen Umriß oder, wenn fe gegen die Wandfläche gestellt werden sollen, eine halbflächige Gestalt und sind nach oben pyramidal. Neuerdings bindet man Bouquets f * Art oft ganz aus Inflorescenzen (Rispen oder Ahren) gewisser Gräser (Grasbouquets), B. aus Stipa pennata fur sich, entweder naturfarbig, oder blaß gebleicht, oder in den verschiedensten Nuancen gefärbt, oder mit andern Gräsern gemischt, wie Bromus brizaeformis, Pennisetum longistylum, Agrostis pulchella, Briza maxima und media u. a. Sie zeichnen sich durch große Leichtigkeit aus, leiden aber an einer gewissen Eintönigkeit. Augusta-Bouquets sind aus weißgebleichten Rispen des höchst zierlichen Nebelgrases shmohn, nebulosa) und Stoffblumen, wie Klatschmohn, Cyanen, Adonisröschen u. a. zusammengesetzt: Victoria-Bouquets ausschließlich aus weißgebleichten Gräsern perschitdener Art, vorzugsweise aus Agrostis pulchella; Makart-Bouquets aus den federbuschartigen, silberglänzenden Rispen des Pampasgrases (AGynerium argenteum) und Fiederpalmenwedel.