Bourbon, das alte franz. Geschlecht, das durch eine Verwandtschaft mit dem königl. Hause der apetinger (s. d.) auf mehrere Throne gelangte, Bou seinen Namen von einer Fund im ehemaligen ourbonnais, mit der eine nicht unbedeutende Herrschaft (Seigneurie) verbunden war. Der erste Herr (Sire) dieses Eemar, Der⸗ dessen die Geschichte gedenkt, war Adhemar, im Bourbonnais stiftete. Sein vierter Nachkomme, Archambauld I., fügte seinem Namen den des Stammschlosses hinzu. Unter seinen Nachfolgern gleiches Namens erweiterte sich die Herrschaft wie das Ansehen 100 Besitzer bedeutend. Archambauld VII. war schon angesehen genug, eine Heirat mit Agnes von Savoyen einzugehen, wodurch er Caltrkusit Mume des Dicken und Neffe des Papstes Calixtus II. wurde. Sein Sohn Archambauld VIII. halb nur eine Tochter, Mahaut, und es ging desalb die Herrschaft nach langem Prozeß 1197 an Guy de Dampierre, ihren zweiten Gemahl, über. Beider Sohn, Archambauld IX., war so mächtig, daß ihn die Gräfin Blanche von der Champagne zum lebenslänglichen Protektor ihrer G und der König 0r August zum Connétable von Auvergne erkor. Archambauld X. hinterließ Ran-Töchter, Mahaut und Agnes, die sich beide an Männer aus dem Hause Burgund vermählten. Nur die weite, die ihrer Schwester in der Herrschaft B. folgte, hinterließ eine Erbin, Beatrix, die sich um 1272 mit Robert, dem sechsten Sohne Ludwigs des Heiligen von Frankreich, verheiratete. So mit dem königl. Geschlechte der Capetinger direkt verwandt, hatten die B. als eine Seitenlinie dieses Geschlechts rechtmäßige Ansprüche auf den Thron von Frankreich, nachdem zuvor das Haus Valois, ein anderer Seitenzweig der Capetinger, in seinen männlichen Gliedern erloschen war. Der Sohn Roberts und der Beatrix, Ludwig I., genannt der Hinkende, folgte 1310 seiner Mutter in der Herrschaft B. und 1318 seinem Vater in der Grafschaft Clermont, von der er nun auch den Namen annahm. Er war einer der tüchtigsten Männer seiner Zeit, diente mit Auszeichnung im Krieg und Frieden und starb 1341, nachdem für ihn Karl der Schöne schon 1327 die Herrschaft B. in ein Herzogtum verwandelt hatte. Sein ältester Sohn, Peter I., der zweite Herzog von B., vor seines Vaters Tode, wie alle seine 12 ch eben Graf von Clermont genannt, zeichnete sich ebenfalls in den Kriegen des 14. Jahrh. aus und wurde 1356 in der Schlacht von Poitiers, wo er den König Johann mit seinem Körper deckte, getötet. Sein Sohn und Nachfolger Ludwig II., der Gute genannt, mußte sich zur größern Sicherung des Lösegeldes als Geisel mit denn gefangenen König nach England zu Eduard III. begeben und durfte erst nach dem Frieden von Bretigny, 1360, nach Frankreich zurückkehren. Nach dem Tode Karls V. 1380 wurde er, als einer der vier Prinzen von Geblüt, die zu Vormündern des jungen Karl VI. bestellt waren, in die Bürgerkriege verwickelt. Im J. 1391 unternahm er eine mit 80 derichen S ausgerüstete Expedition gegen die räuerischen Staaten der nordafrik. Küste und starb 1410. Johann I., der vierte Herzog von B., ausgezeichnet durch seine ritterliche Galanterie, wurde in der Schlacht von Azincourt gefangen und nach London gebracht, wo er, nachdem er on mehrmals vergeblich ein hohes Lösegeld gezahlt, endlich, um freizukommen, in die Abtretung eines Teils seiner Güter an England willigte. Allein sein Sohn verweigerte die Vollziehung des Vertrags, sodaß er als Gefangener (1434) starb. Karl I., Herzog von B., that sich schon als Graf von Clermont im Kriege hervor und nahm dann teil an der Friedensstiftung im Reiche, namentlich an dem Frieden von Arras 1435, dem zufolge der Herzog von Burgund das engl. Bündnis aufgab. Später ließ er sich in mehrere Verschwörungen gegen Karl VII. ein, wurde indessen begnadigt und starb 1456. Johann II., Herzog von B., mit dem Beinamen der Gute, der 1450 gegen die Engländer bei Formigny und 1453 bei Castillon kämpfte, starb 1488 ohne Erben, und es folgte ihm sein Bruder Karl II., Kardinal und Erzbischof von Lyon, der aber schon im folgenden Jahre starb, worauf alle Würden und Besitztümer des Hauptzweigs an die Seitenlinie der B.⸗Beaujeu, und zwar Lerterer an Peter, Grafen von Beaujeu, fielen. Letzterer, der Vertraute und Günstling Ludwigs XI., heiratete dessen Tochter Anna, und wurde demzufolge während der Minderjährigkeit Karls VIII. auch einer der Regenten des Reichs. Er starb 1503 als der achte Herzog von B., war aber bekannter unter dem Namen des Sire von Beaujeu. Seiner einzigen Tochter Susanne wurden die Erbrechte von Charles von Bourbon (s. d.), Herzog von Bourbonnais, dem berühmten Connetable, bestritten. Ludwig XII. vereinigte die Parteien, indem er eine Heirat zwischen beiden zu Stande brachte, und der Gemahl Susannes ward nun, als Karl III., Herzog von B. Durch ihn erlosch auf längere Zeit das Herzogtum B., das, weil er sich gegen Frankreich mit Kaiser Karl V. verband, 1523 zu Gunsten der Krone durch Ausspruch des Parlaments mit allen Würden und Besitzungen des Hauptzweigs eingezogen wurde. Unter den verschiedenen Seitenlinien, welche durch die Achtung des Connetable ebenfalls hart betroffen wurden, erhielt besonders die Linie Vendöme große Bedeutung. Dieselbe stammte durch Franz, Grafen von Vendöme, von Jakob von B., Grafen von la Marche, dem zweiten Sohne Ludwigs des Hinkenden, und gelangte erstlich durch die Ehe Antons von B., Herzogs von Vendöme, mit Jeanne d'Albret zum Throne von Navarra, dann durch Erbschaft nach dem Aussterben des Hauses Valois mit Heinrich V. zur Krone von Frankreich, später durch Heirat und Kriegsglück zu den Kronen Spaniens und Negpels. Unter den übrigen zahlreichen Nebenlinien sind zu erwähnen die von Montpensier, Condeé, Conti und Soissons. Nur einzelne Glieder der Nebenlinien haben indes den Namen B. geführt, wie z. B. der Kardinal Charles von B., der unter dem Namen Karl X. gegen Heinrich IV. von der kath. Ligue als Gegenkönig aufgestellt wurde. Was die herzogl. Würde betrifft, so verlieh Ludwig XIV. dieselbe der Linie Condé zurück, sodaß jedesmal der älteste Sohn des Hauses vor dem Eintritt in die Erbschaft seines Vaters den Titel eines Herzogs von B. führte. Die Dynastie der B. auf dem Throne Frankreichs beginnt mit von Beud (s. d.), dem Sohne Antons, Herzogs von Vendöme und Königs von Navarra, der nach der Ermordung Heinrichs III., des letzten Capetingers aus dem Hause Valois, 1589 Adköm des Salischen Erbfolgegesetzes als nächster Abkömmling Ludwigs des Heiligen direkter Erbe des franz. Thrones ward. Von seiner zweiten Gemahlin, Maria de' Medici, hatte er fünf rechtmäßige Kinder; 1) Ludwig XIII. (s d.), der ihm 1610 in der Regierung folgte; 2) J. B. Gaston, Herzog von Orleans, der ohne männliche Erben 1660 starb; 3½/ Clisabeth, die Gemahlin Philipps IV. von Spanien; 4) Christine, verheiratet an Biktor Amadeus, Herzog von Savoyen; 5) Henriette Marie, Gemahlin Karls I. von England. Ludwig XIII., vermählt mit Anna von Osterreich, der Tochter Phielipps III. von Spanien, hinterließ bei seinem Tode „1643 zwei Söhne: 1) Ludwig XIV. (s. d.), seinen rNachfolger, und 2) Philipp, der von seinem ältern Bruder den Titel eines Herzogs von Orléans erhielt und der Stammvater der jüngern bourbonifene Dynastie wurde. Ludwigs XIV. Sohn aus einer 11 mit Marie Therese von Osterreich, Tochter Philipps IV., der Dauphin Louis, genannt Monsieur, starb schon 14. April 1711 und hinterließ aus seiner Ehe mit Maria Anna von Bayern drei Söhne: 1) Louis, Herzog von Bourgogne (s.d.): „2 Philipp, Herzog von Anjou, der 1700 König von Spanien wurde; 3) oms 8 Herzog von Berri, gest. 1714. Der Herzog ouis von Bourgogne starb aber ebenfalls schon 1712. Seine Gemahlin Maria Adelaide von Savoyen hatte ihm drei Söhne geboren, von denen zwei zugleich mit den Eltern in früher Jugend starben; der einzig überlebende war Ludwig XV. (s. d.), der 1715 Ludwigs XIV. Nachfolger wurde. Ludwig XV. hatte von Maria Leszezynska, der Tochter des entthronten Königs Stanislaus von Polen, den Dauphin Louis. Dieser verheiratete sich mit Marie Josephe von Sachsen, starb aber schon 1765 und hinkerließ drei Söhne: 1) Ludwig XVI. (s. d.), der 1774 seinem Großvater Ludwig XV. in der Regierung folgte; 2) Lonis Stanislaus Xavier, Graf von Provence, der 1814 als Ludwig XVIII. (s. d.) den franz. Thron bestieg: 3) Charles Philippe, Graf von Artois, seines vorerwähnten Bruders Nachfolger unter dem Namen Karl X. (s. d.). Ludwigs XVI. ½½ Marie Antoinette von Gsterreich gebar ihm folgende Kinder: 1) den Dauphin Louis, gest. 1789; 2) Louis, enannt Ludwig XVIII. (s. d.), gest. 1795; 3) Marie herese Charlotte, genannt Madame royale, die spätere Herzogin von Angouléme, gest. zu Frohsdorf 19. Okt. 1851. Ludwig XVIII. war kinderlos, Karl X. aber hatte zwei Söhne: Louis Antoine de B., Herzog von Angouléme (s. d.), bis zur Revolution von 1830 A ohne Nachkommen gestorben 3. Juni 1844; 2) Charles Ferdinand, Herzog von Berri (s. d.), der 14. Febr. 1820 ermordet wurde. Der Herzog von Berri hatte abe Kinder: 1) Marie Louise Therese, genannt Mademoiselle d Artois, vermählte Herzogin von Parma, gest. zu Venedig 1. Febr. 1864; 2) Henri Charles Ferdinand Marie Dieudonné, Herzog von Bordeaux, später Graf von Chambord (s. d.), seit 1830, wo ihm sein Oheim die Voransprüche an den Thron abtrat, der Repräsentant der entthronten ältern Linie der B., von seinen Anhängern als Heinrich V. bezeichnet. Der in Frankreich w1830 auf den Thron gehobene, aber 1848 ebenfalls entthronte Familienzweig der B. stammt von dem zweiten Sohne Ludwigs XIII. und einzigen Bruder Ludwigs XIV., dem Herzoge Philipp I. von Orléans (s. d.), gest. 1701. Er Dan terließ aus seiner zweiten Ehe mit Elisabeth Charlotte von der Pfalz Philipp II., Herzog von Orléeans d.), vor dem Tode seines Vaters Herzog von Chartres, während der Minderjährigkeit Ludwigs XV. Regent von Frankreich. Sein Sohn Louis Philippe, Herzog von Orléans, geb. 1703, vermählt mit einer Prinzessin von Baden, starb in der Zurückgezogenheit 1752 mit Hinterlassung eines Sohnes, Louis 65. Des Herzogs von Orléans, eb. 1725, gest. 1785. Des letztern Sohn war Louis Joseph Philippe, Herzog von Orléans (s. d.), der 1793 auf dem Schafott starb. Er hinterließ vier Kinder: 1) Ludwig Philipp (s. d.), vor seines Vaters Tode Herzog von Chartres, seitdem Herzog von Orléans, von 1830—48 König der Franzosen, gest. 26. Aug. 1850; 2) Anton Philipp, Herzog von Montpensier, der 1807 in England starb; 3) Alphonse, Graf von Beaujolais, gest. zu Malta 1808, und 4) eine Tochter, Adelaide, Mademoiselle d'Orléans, geb. 1777, gest. 31. Dez. 1847. Weiteres über diesen Zweig des Hauses Bourbon s. in dem Art. Orléans (Haus). Ludwig XIV. erhob 1700 seinen Enkel Philipp, Herzog von Anjou, auf den span. Thron (s. Spanien), und dieser stiftete unter dem Namen Philipp V. (s. d.) die span.⸗bourbonische Dynastie. Auf desen e V. folgte 1746 als König von Spanien dessen Sohn Ferdinand VI., der 1759 ohne Nachkommen starb und die span. Krone seinem Bruder, Karl III., vererbte. Dieser vermählte sich mit Marie Amalie von Sachsen und hinterließ 1788 die Krone seinem Sohne Karl IV., welcher 1808 dem span. Throne zu Gunsten eines von Napoleon ernannten Nachfolgers entsagte und 1819 zu Neapel starb. Seine Gemahlin, Marie Luise von Parma, hatte ihm folgende Kinder geboren: 1) Carlotta Jogquina, Königin von Portugal, geb. 1775, gest. 1830; 2) Don Fernando, Prinzen von Asturien, der nach dem Sturze Napoleons I. unter dem Namen Ferdinand VII. 1 d.) auf den span. Thron gelangte; 3) Don Carlos (s. d.), seit 1833 Prätendent des span. Throns, gest. 10. März 1855 mit der zweite, O dreier Söhne, von denen jedoch nur der zweite, Don Juan Carlos Maria Isidor, geb. 15. Mai 1822, sich noch am Leben befindet; dieser verzichtete auf seine 65.80, W. zu Gunsten seines Sohnes Don Carlos (geb. 30. März 1848, vermählt seit 1867 mit Margareta von Parma, Vater von vier Töchtern und einem Sohne, Bruder des 12. Sept. 1849 geborenen Infanten Alfons, der seit 1871 mit Maria de Neves, Tochter des verstorbenen Regenten Dom Miguel von Portugal, vermählt ist); 4) Isabella Maria, Königin von Sicilien, geb. 1789, gest. 13. Sept. 1848; 5) Franz de Paula Anton Maria, geb. 1794, gest. 1865. Ferdinand VII. hinterließ bei seinem Tode 29. Sept. 1833 aus seiner dritten Ehe mit Marie Christine (d.), der dritten Tochter des Königs Franz I. von Sicilien, zwei Töchter: 1) Isabelle Maria Luise, die ihm infolge dessen, daß er zu ihren Gunsten das Salische Gesetz in seinem Hause aufgehoben, als Isabella II. (s. d.) auf dem Throne folgte, sich 1846 mit ihrem Vetter Francisco de Assis, Sohn Franz de Paulas, vermählte und 1868 entthront wurde; ihr Sohn Alfons, geb. 28. Nov. 1857, ist der gegenwärtige König von Spanien; 2) Luise Marie Ferdinande, geb. 30. Jan. 1832, seit 1846 mit Anton, Herzog von Montpensier vermählt. Zu bemerken ist noch, daß die Ruesch der der B. durch Familienverträge in Frankreich der Dynastie Orléans in der Erbfolge nachsteht. Nicht wie die spanische vermochte sich Philipp V. die Krone beider Sicilien zu bewahren, die durch den Spanischen Erbfolgekrieg an den Habsburger Kaiser Karl VI. fiel. Erst infolge des Wiener 4 wurde der jüngere H. Fö Philipps V., Don Carlos, 1735 als Karl III. König beider Sicilien. Als derselbe 1759 seinem Bruder Ferdinand VI. auf dem span. Throne folgte, an Soh er den von Neapel und Sicilien seinem dritten Sohne, Don Fernando, genannt Ferdinand IV., mit der ausdrücklichen Bestimmung, daß diese Krone nie Conversations-Lexikon. 13. Aufl. III. wieder mit Spanien vereinigt werden solle. Ferdinand IV. mußte 1806 aus Neapel flüchten; nach dem Sturze Napoleons dagegen wurde er abermals „unter dem Namen Ferdinand I. (‚. d.) König beider Sicilien. Ihm tr 1825 sein Sohn Franz I., der „S. Nov. 1830 starb und den Thron seinem Sohne Ferdinand II. (s. d.) hinterließ, welcher von Marie Christine von Sardinien einen einzigen Sohn, von Marie Therese von sterreich sechs öhne und vier „Töchter hatte. Seine Krone erbte 8. Mai 1859 der Sohn erster Ehe, Don I Maria, geb. 16. Jan. 1836, als Franz II., der aber schon im Sept. 1860 aus Neapel vertrieben wurde und nach der Kapitulation von Gaéta 1861 sein Land an das neue Königreich Italien verlor. Die Herzogtümer Parma und Piacenza hatte Hsterreich im Aachener Frieden von 1748 an Don Philipp, den jüngsten Sohn Philipps V. von Spanien, abgetreten, jedoch mit der Bedingung des Rückfalls an Osterreich, im Falle der Mannsstamm des Infanten erlöschen oder auf den Thron beider Sicilien oder Spaniens gelangen sollte. Diesen beerbte 1765 sein Sohn Ferdinand I. Des letztern Sohn, Ludwig, erhielt 1802 Toscana mit dem Titel eines Königs von Etrurien, in welchem ihm nach seinem frühen Tode, 27. Mai 1803, sein Sohn Karl Ludwig Mariedun unter der Vormundschaft seiner Mutter, Marie Luise, Infantin von Spanien, folgte; doch mußten beide sehr bald, als Etrurien Frankreich einverleibt wurde, auf diese Krone verzichten, wie sie schon vorher auf die erblichen Herzogtümer verzichtet hatten. Durch den Wiener Kongreß wurden die Herzogtümer der „die Juf Napoleons, Marie Luise, zugesprochen, die Infantin Marie Luise von Spanien aber für sich und ihre männlichen Nachkommen einstweilen mit dem Herzogtum Lucca entschädigt. Nach dem Tode der Erzherzogin Marie Luise (17. Dez. 1847) fielen Parma und Piacenza wieder der bourbonischen Linie zu, die ihrerseits Lucca schon zwei Monate früher an Toscana abgetreten hatte. Der Infantin Marie Luise folgte nämlich bei ihrem Tode, 13. März 1824, in Lucca ihr Sohn, der frühere König von Etrurien, Karl II. Ludwig Ferdinand von B., E. 23. Dez. 1799, vermählt mit der Prinzessin Therese von Sardinien, aus welcher Ehe 14. Jan. 1823 Karl III. Lebterer f Maria Vab Viktor von B. hervorging. etzterer folgte dem Vater, der auf Lucca 7. Okt. 1847 verzichtet hatte und in Parma die Regierung 14. März 1849 niederlegte, als Herzog von Parma, wurde aber 27. März 1854 ermordet. Aus seiner Ehe mit der Tochter des Herzogs von Berri hinterließ er vier Kinder, wovon das älteste, Robert Karl Ludwig Maria, geb. 9. Juli 1848, ihm unter der Regentschaft seiner Mutter folgte, durch die Ereignisse von 1859 jedoch gezwungen wurde, eine Staaten zu verlassen. Aus seiner Ehe mit Maria Pia, Prinzessin von Sicilien, hat er zwei Söhne und sieben Töchter. Vgl. Coiffier-Demoret, 4Hlistoire du Bourbonnais et des Bourbons„ (2 Bde., Par. 1828); Achaintre, Mistoire chronologique et généalogique de la maison royale de B. (2 Bde., Par. 1825); Mure, «Histoire des ducs de B.v (3 Bde., Par. 1860—68); Dussieux, 4Généalogie de la maison de B.v (Par. 1869).