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GeschichteBrockhaus 1882

Bourguignon (eigentlich Jacques Courtois, von den Italienern Jacopo Cortese genannt), berühmter Schlachtenmaler des 17. Jahrh., ein Schüler des Cerquozzi, geb. 1621 zu St.⸗Hippolyte in der Franche-Comté, wurde von seinem Vater in den Anfangsgründen der Kunst unterwiesen, ging dann in span. Kriegsdienste, nach geschlossenem Frieden aber nach Italien, um hier die künstlerischen Studien wieder aufzunehmen. In Rom begeisterte ihn das berühmte Schlachtbild im Vatikan, der Sieg Konstantins über Maxentius, nach Rafaels Entwurf, und von nun an ward er Schlachtenmaler. Er trat in seinem 36. Jahre in ein Jesuitenkloster, wo er eine Zeit lang nur heilige Gegenstände malen durfte, aber dann die Erlaubnis erhielt, zu seiner frühern künstlerischen Richtung zurückzukehren. Seine Bilder sind zählreich und in den Kabinetten Europas zerstreut. Drei vorzügliche Stücke befinden sich in Paris, andere in Dresden, Berlin, München, Petersburg u. s. w. B. hat auch einige Blätter geätzt. Er starb zu Rom 1676.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 409Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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