FeedBrantöme
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Brantöme (Pierre de Bourdeilles, Seigneur de), Fand Memoirenschriftsteller, geb. um 1540 in der f aulie Perigord, stammte aus einer alten Adelsfamilie, beteiligte sich an vielen kriegerischen Unternehmungen innerhalb und außerhalb Frankreichs und selbst in Afrika und zog sich um 1585 auf seine Güter in Périgord zurück, wo er seine Werke schrieb, die indes erst nach seinem Tode herauskamen. Er starb 15. Juli 1614. Den Namen B. 7 er nach der ihm von Karl IX. verliehenen Abtei gleiches Namens. Seine Mémoires (zuerst 9 Bde., Leid. 1665—66; deutsch von Alvensleben, 2 Bde., Grimma 1851) bilden bei allem Selbstlob naiver Eitelkeit ein lebendiges, sehr ausführliches Gemälde ihres Zeitalters. Sie bestehen in «Vies des hommes illustres et grands capitaines françgais o, (Vies des grands capitaines étrangerso, Vies des dames illustreso, Vies des dames galanteso u. s. w. Obgleich B. viele unzuverlässige und schlüpfrige Anekdoten aufgenommen, auch oft aus unlautern Quellen geschöpft hat, sind seine Schriften 5Ceine Wert für die Geschichte des 16. Jahrh. Seine (Oeuvreso erschienen im Haag (15 Bde., 1740), zu Paris (8 Bde., 1787; neue Ausg. 1822 —24, mit einer Einleitung über das Leben und die Schriften B.s von Monmerqué), von Meérimée und Lacour (3 Bde., Par. 1858 -59) und sind am besten her-ADranzi von Lalanne 8 zar. 1865 fg.). ranzi, Ort im Val Brembana, s. unter Bergamasca.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 450Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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