Bresson (Charles, Graf), franz. Diplomat, geb. 1798 zu Paris, ward 1830 erster Legationssekretär bei der franz. Gesandtschaft in London und erhielt mit dem engl. Legationssekretär Cartwright den Auftrag, die Ergebnisse der Londoner Konferenz der Proyisorischen Regierung in Belgien mitzuteilen. Im J. 1833 zum Gesandten in Berlin ernannt, war er unter sehr schwierigen Verhältnissen für die Herstellung freundschaftlicher Beziehungen zwischen Preußen und Frankreich bemüht und suchte namentlich auch der allzu engen Allianz Preußens mit Rußland entgegenzuarbeiten. Im J. 1837 kam die Vermählung des Herzogs von Orléans mit der dem preuß. Königshause nahe verwandten Prinzessin von Mecklenburg zu Stande, wofür Ludwig Philipp B. im Mai 1837 mit der Pairswürde und Erhebung in den Grafenstand belohnte. In der Pairskammer stets ein eifriger Verfechter der Regierungspolitik, machte B. besonders 1841 durch seine Rede Aufsehen, in der er den Plan der Befestigung von Paris verteidigte. Einige Jahre darauf ging er als Gesandter nach Madrid, wo er das polit. Intriguenstück der span.⸗franz. Doppelheirat (der Königin Isabella mit dem Infanten Franz de Assis, und ihrer Schwester, der Infantin Luise, mit Ludwig 28. Ar Sohne Anton, Herzog von Montpensier) 28. Aug. 1846 glücklich zu Stande brachte. Noch in demselben Jahre zurückberufen, erhielt er im Sommer 1847 den Gesandtschaftsposten in Neapel, wo er sich jedoch 2. Nov. 1847 entleibte.