FeedBrienne (früher B.⸗le-Chäteau)
GeschichteBrockhaus 1882

Brienne (früher B.⸗le-Chäteau), Städtchen im franz. Depart. Aube, mit (1876) 1885 C. welche einige Drn in Baumwoll⸗ und Stahlwaren unterhalten und Weinbau sowie Handel mit Bauholz treiben. In der 1776 errichteten und 1790 Rapoteon1er ilitär-Adelsschule zu B. machte Napoleon I. vom 23. April 1779 bis 17. Okt. 1784 +** ersten Studien in der Kriegskunst; seine ronzestatue als Zögling der Militärschule ziert den Platz. Bei B. fiel im Feldzuge von 1814 am von La Rothière (s. d.) am 1. Febr. vor. Blücher war nach seinem Rheinübergange bis B. mit einem Teile seiner Armee vorgerückt, Schwarzenberg bis Bar-sur-Aube, wo er 24. Jan. ein Gefecht bestanden hatte. Beide Heere waren nur noch 20 km voneinander getrennt. Ihre Vereinigung zu hindern brach Napoleon gegen Blücher auf und griff ihn am 29. bei B. an. Das Gefecht dauerte unentschieden bis zum Abend. Die Franzosen drangen durch ein unbesetztes Thor in die Stadt ein; Blücher wäre dabei fast gefangen worden, und B. ging verloren. Es wurde zwar wieder genommen, geriet Aber in Brand. Die Franzosen behaupteten das Schloß und Blücher zog sich um Mitternacht bis Trannes, halbwegs nach Bar-sur-Aube, zurück. Rapoleon, der ebenfalls an diesem Tage zweimal in dringender Gefahr gewesen, von der russ. Reiterei efungen genommen zu werden, folgte und nahm Stellung bei La Rothière, wo er 1. Febr. geichlagen wurde. Brienne (Etienne Charles de Lomenie de), Kardinal und Minister, s. Lomeénie de Brienne.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 538Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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