FeedBrienz
ErdkundeBrockhaus 1882

Brienz, Pfarrdorf im Bezirk Interlaken des schweiz. Kantons Bern, 604 m über dem Meere, dunh (1880) 2758 meist bum C. und ist berühmt urch seine im großen betriebene Holzschnitzerei, welche über 600 Arbeiter beschäftigt. Das freundliche Dorf, dessen hochgelegene Kirche schon 1219 urkundlich erwähnt wird, mens aus den drei zusammenhängenden Ortschaften „Tracht und Kienholz, breitet sich in einer Länge von 2 km am obern Ende des reizenden Brienzersees aus, der von Dampfern befahren wird, eine Länge von 14km und eine Breite von 3 km, einen Flächenraum von 30 akm und eine Tiefe von 305 m hat. Außer der Aare, welche den See durchfließt und mit dem Thunersee verbindet, nimmt er die Lütschine und den Gießbach (s. d.) auf. Der See und das Dorf B. werden im Rorden von der steilen, etwa 2000 m hohen Kette des Brienzergrats überragt, dessen höchste Spitze, das Rothorn, 2351 m, eine herrliche ernsicht bietet. Das südl. Ufer wird von der Faulhorntette gebildet, in der sich das Faulhorn (. d.) zu 2683 m, das Schwarzhorn zu 2930 m Höhe erheben. ries (ungar. Brennobänya), königl. ungar. Freistadt, am Granflusse im Sohler Komitat, zählt (1880) 3733 E., die sich mit Schafzucht, Käsebereitung und Bienenzucht beschäftigen; auch ist bar ein Eisenhammer und ein Hüttenwerk, doch hat der Bergbau an Bedeutung viel verloren. Der ehedem deutsche Bergort ist jetzt vollständig slawisiert.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 538Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6