Bronzino (Angelo), florent. Maler, geb. 1501 zu Florenz, gest. 23. Nov. 1572, Schüler und Gehilfe des Pontormo, gehört zwar zu den talentvollern Nachahmern des ichel Angelo, dessen Stil er mit jenem der Venetianer verbindet, erscheint jedoch in seinen histor. Bildern bereits manieriert. Harte Formen und ein gesuchtes Kolorit sind seinen Kompositionen Hend aber es ist denselben auch viel Geist und eine elegante Zeichnung nicht abzusprechen. Das Tüchtigste leistete er in den seine träts. Er übertru diese Fertigkeit auch auf seine stark besuchte Schule, aus welcher als hervorragendstes Talent sein Enkel Alessandro Allori (s. d.) hervorging. Seine nackten Gestalten zeigen eine öfters anstößige Uppigkeit, wie besonders in dem Bilde Christus im Limbus in der Akademie zu Florenz. In Sta.⸗Maria-Novella daselbst ist von ihm eine schöne Pietä. Seine Porträts haben berühmte Persönlichkeiten zum Gegenstande, so Cosimo II. und Cosimos I. Gemahlin Eleonora in Dresden, in Neapel die Freundin Tassos, Eleonora Sanvitali, als Kind, in der münchener Pinakothek ein Kopf mit einem Lorbeerkranze.