Bruch (niederdeutsch, entsprechend dem oberdeutschen Brühl) heißt das in seinem Mischungsverhältnis von Erde und Wasser zwischen Sumpf und Moor 5 Mosr Weichland, das zuweilen mit Sumpf⸗ und Moorstellen abwechselt, auch oft von klarem Wasser durchströmt wird. Nure Entstehung verdanken die Brüche nicht ganz abgelaufenen Seen, oder alten, verlassenen Strombetten, sowie dem Übertritt Iamal, Wasser. Sie sind gewöhnlich lang und schmal, begleiten oft 4˙ Flüsse, wie die Oder, Netze, Warthe, Havel u. s. w., trocknen uweilen im Sommer ganz oder teilweise aus und ind am Weiden u mit Erlen, aber auch mit Birken, Eschen, Weiden und anderm Gesträuch bewachsen. Die durch Abzugsgräben entwässerten Brüche liefür größtenteils ein gutes Weide⸗ und Ackerland: ür die Gangbarkeit und besonders militärische Benutzung bieten sie auch dann noch viele Hindernisse. rüche, welche einen von leichter Pflanzendecke überzogenen, sehr weichen, schlammigen Untergrund aben, nie austrocknen, in fauligem Wasser abießen und gewöhnlich mit Moosen und einzelnen verkrüppelten Nadelhölzern bedeckt sind, heihen Hhenn der oder Vehnenbrüche, hohe Veen u. s. w. enn der Boden aus sich nicht zum Brennen eignender Moorerde wuchse und stärker mit Bäumen und Gesträuch bewachsen ist, so Balt der B. ein Moorbruch; finden sich jedoch statt der Bäume nur Moose, so wird er ein Moor, in Franken auch Lohr oder Lohe, in Oberbayern Moos, ebendaselbst, in Thüringen und am Rhein Ried, in Norddeutschland Luch und am Niederrhein Pell oder Peel genannt. Nicht zu entwässernde Brüche können nur als Fettweide benutzt werden, indem sich in ihnen das Vieh bald faul frißt, weshalb es schnell Rherschwer werden muß. Trockengelegte und gegen erschwemmungen gesicherte Brüche bieten als Ackerland eine unerschöpfliche Quelle der Fruchtbarkeit. Solche trockengelegte Brüche sind der Oder⸗, Netze⸗ und Warthebruch.