Bruch (Joh. Fr uuge prot. Theolog, geb. 23. Dez. 1792 zu Pirmasens in Rheinbayern, besuchte das Gymnastum zu Zweibrücken, studierte 1809—12 in Straßburg, wurde dann chrer in Köln, Pfarrvikar in Lohr bei Pfalzburg, Lehrer in Swar und 1821 Professor am prot. Seminar zu Straßburg. Seit Ende 1849 geistlicher 1866 tor, trat B. 1852 in das Oberkonsistorium und 1866 in das oberste geistliche Direktorium ein. Daneben war B. als Pfarrer zu St. Nikoslai einer der gefeiertsten Prediger. Nach Errichtung der Universität zu Straßburg war er deren erster Rector magnificus, trat im März 1874 in Ruhestand und starb zu Straßburg 21. Juli 1874. B. vertrat einen spekulativen Rationalismus. Großes Verdienst erwarb er sich als Mitglied des Oberkonsistoriums und des Direktoriums; ihm besonders ist es zu danken, daß die elsass. Kirche gegenüber der Revolution (1848) und der Reaktion (nach 1851) ihre Freiheit bewahrt hat. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: „Lehrbuch der christl. Sittenlehrer (2 Bde., Straßb. 1829), «Weisheitslehre der Hebräer» (Straßb. 1851), „Lehre von den göttlichen Eigenschaften vo (Samb. 1842), 4Lehre von der Praexistenz der Seeley (Straßb. 1859), «Theorie des Bewußtseinso (Straßb. 1864) u. s. w.