Brückenkopf, auch Brückenschanze, nennt man eine Befestigung, welche die über einen Fluß ührenden Brücken gegen feindliche Angriffe decken, ffensivunternehmungen auf dem jenseitigen Ufer 191. Bie und einen Rückzug über den Fluß sichern soll. Die Hauptverschanzungen eines B. liegen also jenseit des Flusses und müssen von diesseitigen Werken (Batterien) gut flankiert werden; ihre Form ist für geringere Truppenzahl einfach die einer Lunette oder Halbredoute; für größere Truppenmassen, besonders zu Offensivzwecken, legt man eine einfache oder doppelte Schanzenkette an, während die Brücke selbst ein besonderes Werk zu ihrer unmittelbaren Deckung erhält. Zuweilen werden auch Brückenköpfe auf beiden Ufern des Flusses (doppelter B.) angelegt; in diesem Sinne lassen sich die meisten Stromfestungen betrachten. Unter den Heerführern, welche die Brückenschanzen zuerst anwendeten, ist namentlich der Prinz von Parma zu erwähnen, der sich + bereits 1579 in den Niederlanden bediente. Aus spätern + verdient der B. von Mannheim, besonders aber der von Praga vor Warschau genannt —1 werden. Letzterer, wie der von Magdeburg, bildet eine selbständige bastionierte Festung. Im zweiten Deutsch-Dänischen Kriege von 1864 be 1 die Dänen zur Verbindung ihrer Schanzen ei Düppel mit der Insel Alsen zwei Brücken geschlagen und mit einem B. versehen, der am 18. April von den Preußen erstürmt wurde.