Bruey avid August de), franz. Lustspieldichter, s. unter Palaprat (Jean). Byrug., bei zoolog. Bezeichnungen Abkürzung für Bruguières (Jean Guillaume). Brugg, Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks im schweiz. Kanton Aargau, liegt 345 müber dem Meere,‚ 19 km nordöstlich von Aarau, in freundlicher, wein- und kornreicher, sehr gewerbfleißiger Gegend an der Aare, die hier 1220 ein enges Felsbett strömt und von einer Steinbrücke mit einem Bogen überspannt wird, besitzt eine 1504 geweihte — ein altertümliches Rathaus, eine Sekundärschule und mehrere Fabriken, ist Knotenpunkt der Nordostbahnlinien Aarau-Zürich und B.⸗Bötzberg-Basel und zählt (1880) 1422 meist prot. E. Die Umgebung von B. ist in militärischer und geogr. Hinsicht ebenso wichtig als in historischer. In der Nähe der Stadt, bei dem Dörfchen Vogelsang, 337 m über dem Meere, 3 km nordöstlich von B., vereinigen sich Aare, Reuß und Limmat, um 10 km weiter in den Rhein zu fließen. Auf der Halbinsel zwischen der Aare und der Reuß gründeten die Römer die Stadt Vindonissa, eine der ansehnlichsten helvet. Städte, Huan Bischofssitz, welche der Zerstörung durch die Alamannen, Hunnen und Franken erlag. ha dem Boden der röm. Stadt liegen jetzt die Ortschaften B., Windisch, Altenburg, Oberburg und das ehemalige Kloster, jetzt Irrenanstalt, Königsfelden, an der Stelle, wo 1308 König Albrecht J. von Joh. Parricida ermordet wurde. Im Mittelalter war B., schon im 10. Jahrh., ein ummauerter Ort, einer der Sitze der Grafen von Habsburg, deren Stammburg 3 km südwestlich, oberhalb des Schwefelbades Schinznach (s. d.) liegt, und wurde in den Familienfehden derselben zweimal, 1007 und 1242, geplündert und verbrannt; 1284 erhielt die Stadt Marktrecht, 1415 kam sie an Bern und 1444 wurde sie in dem alten Züricherkriege von den Freiherren von Falkenstein überfallen und nochmals eingeäschert (Mordnacht von B.). Als Geburtsort mehrerer H und Staatsmänner und, namentlich seit der Reformation, zahlreicher Geistlicher, heißt B. in der Schweiz wohl auch das Prophetenstädt en.