FeedBruit (frz.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Bruit (frz.), Geräusch, Lärm, Gerede, Gerücht; die Worte: Tant debruit pouruneomelette (eso viel Lärm um einen Cierkuchene) werden auf den franz. Dichter Desbarreaux (gest. 1673) zurückgeführt. Derselbe bestellte sich während eines Gewitters an einem Freitag (also an einem Fasttage) im Wirtshause einen Eierkuchen mit Speck. Als der bigotte Wirt denselben widerstrebend auftrug, erfolgte ein heftiger Donnerschlag, sodaß der Wirt vor Schrecken in die Knie sank, worauf Desbarreaux, um den Wirt zu beruhigen, den Cierkuchen mit obi—⸗ gen Worten aus dem Fenster warf. Proßnit, 8 R Komponist, geb. 7. Nov. 1846 zu Proßnitz in Mähren, wurde zu Wien im Klavierspiel von Epstein, in der Komposition von Rufinatscha, später von Dessoff unterrichtet. Bereits 1860 kamen von ihm Kompositionen für Klavier und Streichinstrumente zur Aufführung. Nachdem er in der Folge mehrere Konzertreisen als Pianist unternommen hatte, war er 1872—78 Klavierlehrer am Horakschen Institut in Wien; seit 1878 widmete er sich ausschließlich der Komposition. B. schrieb die Opern: «Die Bettler von Samarkando (1864), „Das goldene Kreuze (1874), eine der besten neuern Spielopern, welche sich schnell Bahn brach, «Der Landfriedes (1876) und „Biancay (1879); ferner zwei Klavierkonzerte, eine Sonate für zwei Klaviere, eine Cellosonate, ein Trio, Lieder u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 620Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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