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TechnikBrockhaus 1882

Brunieren (55 Bräunen, eine technische Operation, welche bezweckt, Metallwaren und speziell Gewehrläufe mit einem braunen Überzuge zu versehen, um ihnen den Glanz zu benehmen und sie vor dem Rosten zu schützen. Es wird gewöhnlich so ausgeführt, daß der fertig polierte Gegenstand mit einer Mischung von Antimonbutter (dreifach Chlorantimon) und Öl überstrichen der Luft einige Tage lang ausgesetzt wird, worauf das Bestreichen wiederholt wird. Es bildet sich dabei eine dünne, aber festhaftende Rostschicht, die das darunter liegende Metall später vor weiterm Rosten schützt. Die Gegenstände werden darauf sorgfältig mit Wasser gereinigt, getrocknet, mit dem Polierstahl von neuem bearbeitet und endlich mit Wachs eingerieben oder efirnißt (25 g Schellack, 4 g Drachenblut, 1 1 Weingeist). Nach einem andern Verfahren werden die Gewehrläufe mit einer Lösung von 1 Teil Höllenstein in 500 Teilen Wasser überstrichen und dasselbe zum zweiten und dritten mal wiederholt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 625Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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