Buchanan (James), der 15. Präsident der Vereinigten Staaten, geb. 22. April 1791 in Stony-Batter im Staate Pennsylvanien als der Sohn eines irischen Einwanderers, der ihm eine gute Eriehung gab, widmete sich, nachdem er in Dickinson-College studiert, zu Lancaster in Pennsylvanien dem Rechtsstudium und begann seit 1812 die advokatorische Praxis. Er wurde 1814 in die Legislatur seines Geburtsstaats gewählt, wo er sich als eifriger Anhänger des Kriegs gegen England auszeichnete, und trat 1820 als Abgeordneter in den Kongreß, dem er 10 Jahre lang angehörte. Seine polit. Stellung konnte damals am besten als die eines Jackson-Demokraten bezeichnet werden. Jackson sandte ihn 1831 als Gesandten nach Petersburg, wo er einen wichtigen Handelsvertrag mit der russ. Regierung abschloß. Bei seiner Rückkehr 1833 wurde er in den Senat der Vereinigten Staaten gewählt, wo er sich als ein unbedingter m 26g ger des Südens und der Sklavenhalter den Weg zu fernerm Ansehen und zur Beförderung in seiner Partei bahnte. Später erwies er sich als ein auptbeförderer der N von Texas, weshalb er 1845 als Staatssekretär in das Kabinett des Präsidenten Polk berufen wurde. Als solcher schloß B. mit England ein Kompromiß in der Oregon-Grenzfrage, durch welches er die Ansprüche der Vereinigten Staaten von 54 40 auf den 49. herunterdrängen ließ und namentlich die wichtige Vancouverinsel opferte. Mit dem schwachen Mexiko dagegen begann er 1846 den Krieg, welcher den Vereinigten Staaten Californien einbrachte. Während der Whig-Administration von Taylor und Fillmore zog sich B. von allen Geschäften zurück und lebte in Wheatland bei Lancaster in Pennsylvanien, bis er von Pierce 1853 zum Gesandten in England ernannt wurde. In dieser Stellung spekulierte er auf die Nachfolge von Pierce hauptsächlich, indem er die Politik der Vereinigten Staaten bezüglich Centralamerikas und Cubas im Interesse der Sklavenhalter zu bestimmen suchte. Das Resultat dieser Bestrebungen war die sog. Ostender tandten Mafon 1854), wo B. mit den amerik. Gesandten Mason in Paris und Soulé in Madrid dahin übereinkam, daß die Erwerbung Cubas seitens der Vereinigten Staaten notwendig sei, und daß die Regierung deshalb versuchen solle, es durch Kauf oder Gewalt an sich zu bringen. B. kehrte im Frühjahr 1856 nach Amerika zurück und wurde im Sommer desselben Jahres von seiner Partei als Präsidentschaftskandidat aufgestellt. Er erkämpfte nur mit genauer Not und unter dem Vorwande, daß er für ein freies Kansas sei, mit 1803029 Stimmen den Sieg über den Kandidaten der republikanischen Partei, Fremont, welcher 1342 164, und über Fillmore, den Kandidaten der Nativistenpartei, welcher 874 625 Stimmen erhielt. Seine Administration als Präsident (1857—61) war die Imaeu te und schlechteste, von der die Union heimgesucht werden konnte, indem sie den Bürgerkrieg vorbereitete, der gleich bei seinem Rücktritt 1861 Sllavenhe Unbedingt den sezessionistisch gesinnten Sklavenhaltern angehörend, deren mehrere, wie Floyd, Cobb und Thompson, in seinem Kabinett saßen, sder B. Kansas, um welches sich der Parteikampf der letzten vier Jahre gedreht Juter zu einem Sklavenstaat, und überhaupt die nteressen der Sklavenhalter zum leitenden Prinzip des amerik. Staatslebens zu machen. Seine auswärtige Politik war schwach und schwankend und stets nur, wie in Centralamerika, Mexiko und Südamerika, auf die Förderung der südl. Interessen bedacht. B. zog sich 4. März 1861 nach Wheatland Koben wo er bis zu seinem 1. Juni 1868 erfolgten ode unbeachtet lebte und unter anderm eine Wle. fertigung seiner Verwaltung unter dem Titel 4 B.'s administration, 18665 versuchte. Vgl. Horton, Life of James B.v (Neuyork 1856).