FeedBuchanan (Claudius)
ReligionBrockhaus 1882

Buchanan (Claudius), sehr verdient um die Christianisierung Indiens, geb. 12. März 1766 zu Cambuslang in der Nähe von Glasgow, erhielt im elterlichen Hause eine fromme Erziehung geriet aber als Jüngling auf Abwege. Na mancherlei Mewtpnr durch den londoner Prediger John Newton wieder auf die rechte Bahn gebracht, studierte B. mit großem Eifer zu Cambridge Theologie und ging 1797 als Kaplan der Ostindischen Kompagnie nach Kalkutta. Hier begründete und leitete er (seit 1800) ein Kollegium der orient. Litteratur, in dem die Beamten der Civilverwaltung gebildet werden sollten. In einer „Denkschrift über die Nützlichkeit einer kirchlichen Verfassung für das brit. Indien» (1804) forderte B., daß ganz Indien in Sprengel geteilt und mit Bischöfen und Predigern versehen werde. Er selbst übersetzte das Neue Testament ins Persische und Hindostanische. Die Ostindische Kompagnie zeigte wenig Entgegenkommen, aber in England wußte B. seit 1808 durch gewaltige 963 Piore und durch eine Zeitschrift: Der Stern des Morgenlandeso, die öffentliche Meinung so Iln für seine Pläne zu gewinnen, daß 1813 das Parlament die Einsetzung eines Bischofs und dreier Archidiakonen (für die einzelnen Präsidentschaften) beschloß. B. starb 9. Febr. 1815. Von Bedeutung sind seine NReuesten Untersuchungen über den gegenwärtigen Zustand des Christentums in Asienv (Stuttg. 1813).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 650Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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