FeedBucheckern
TierreichBrockhaus 1882

Bucheckern, Bucheln oder Bu chnüsse sind die Früchte der gemeinen Rotbuche, welche shirdreikantig und mit einer glatten, braunen, leder artigen Schale versehen sind. Sie besitzen 11 einen süßen, nußartigen Geschmack und man kann, obschon sie ein flüchtiges, narkotisch-giftiges Prinzip Fagin), wenn auch nur in sehr geringer Menge, enthalten sollen, dessenungeachtet eine ziemliche Menge derselben unbedenklich Biehs. v. Man braucht die B. zur Mästung des Viehs, vorzüglich der Schweine; doch soll der Speck davon weich, schwammig und nicht haltbar werden, was aber durch damit verbundene Eichelmast oder Erbsenmast Trutem wird. Auch alles Federvieh, besonders die won schue fressen gequetschte B. gern und werden davon schnell fett. In den Wäldern gewähren die B. vielen Tieren Nahrung. Das aus den B. kalt gepreßte, gutgeklärte, reine ol (Bucheckernöl) ist wohlschmeckend und läßt sich gut an Speisen verwenden, da es sich lange hält, ohne ranzig zu werden. Das unreinere Ol wird zum Brennen und in Gewerben verbraucht. Die nach dem Auspressen übriggebliebenen Olkuchen für ein gutes Mastfutter für alles Geflügel und für die Schweine ab. Manche Fabriken, in denen Kakaomasse bereitet wird, verfälschen die Masse mit B., zumal da sie hierbei dem Kakao erst sein Fett, welches sie als Kakaobutter besonders verwerten, entziehen und dann durch das Ol der B. wieder ersetzen können.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 665Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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