Buchgläubiger, ein Gläubiger, dessen Forderung nur durch die Handlungsbücher konstakiert ist, im Gegensatze zum Hypothekengläubiger, Wech-Duc er u. s. w. uchhaltung heißt im allgemeinen jede planmäßige Rechnungsführung, welche den Zweck verfolgt, uns eine möglichst klare Einsicht in unsere Wirtschaftsbewegung und unsere Vermögensverhältnisse zu verschaffen. Im engern Sinne und vorzüglich vom aunter dieng des Kaufmanns aus begreift man darunter die nach gewissen Regeln geordnete, in besonders dazu bestimmten Büchern erberen 3 Verzeichnung aller Geschäftsvorfälle, sowie eren Zusammengehörigkeit nach sachlichen Kategorien und Personen, mittels welcher Aufzeichnung es möglich ist, zu jeder beliebigen Zeit nicht nur von der Geschäftsführung Rechnung zu geben, sondern auch den Stand des Vermögens genau zu beurteilen, welcher letztere in gewissen Perioden, gewöhnlich alljährlich, crirchieh wird. (S. Bilanz.) Man unterscheidet zwei Methoden der B.: die einfache und die doppelte oder italienische. Die einfache B. stellt ser Benc z nur das Verhältnis klar, in welchem unser Besitz zu andern Personen steht; sie gewährt keine spezielle Einsicht in die Wertergebnisse aller einzelnen Teile des Besitztums, doch läßt sich eine solche durch besondere Hilfsbücher herstellen. Die doppelte B. dagegen spezifiziert mehr oder weniger die Teile des Besitztums und die Einzelklassen der geschäftlichen Thätigkeit: sachliche Wertgegenstände, Forderungen und Schulden, Einzelfunktionen des D de und deren Anteil am Gesamtresultate. Die Verbindung der anzulegenden Personen⸗ und Sachrechnungen (Conti) untereinander beruht auf dem Gesetze der Gleichung, sodaß keine für etwas Schuldner (Debitor) werden kann, ohne daß ihr sofort eine oder mehrere andere als Gläubiger (Kreditor) entgegentreten für zusammen dieselbe Summe, und so umgekehrt (daher der Name «doppelte B.»v). Die landwirtschaftliche Buchführung ist im Wesen der zwöerialett der leich, erheischt aber bei der Schwierigkeit der ehi des Werts mancher Faktoren besondere ücksichten. Dem Handwerker genügt unter allen Umständen die einfache Methode, und zwar in einer der kaufmännischen gegenüber vereinfachten Gestalt. Die Orientierung aus Büchern über den Gegenstand ist für den Laien von Schwierigkeit; Unterweisung und Beobachtung zweckmäßiger Beispiele geben sie besser. Die Litteratur über die B. ist ungemein reichhaltig an Zahl der Schriften. Unter den neuern Werken über kaufmännische B. zeichnen sich durch analytische de Buchfuß aus: Augspurg, «Die kaufmännische Buchführung v (Brem. 1861); Rottner, 4Lehrbuch der Kontorwissenschaft für den deutschen Buchhandelo (2.Aufl., 2 Bde., Lpz. 1861).