FeedBuchweizenausschlag
HeilkundeBrockhaus 1882

Buchweizenausschlag, eine dper Duch welche der Genuß des Buchweizens und der Buchweizenkörner bei weißen und weißgefleckten Haustieren, besonders bei Schweinen und Schafen, wenn die Tiere unmittelbar nach der Aufnahme dieses Futters den Einwirkungen von Sonnenstrahlen ausgesetzt werden, veranlassen soll. Der B. ist nichts anderes als ein brandiger 5, daß und charakterisiert sich zunächst dadurch, daß an bestimmten tellen der weißen oder weißgefleckten Haut sich eine starke Rötung und vermehrte Wärme einstellt, also eine rotlaufartige Entzündung, die zu vollem Hautbrand führen kann. Starkes Jucken und Schmerzgefühl begleitet das Hautübel. In der Regel zeigen die Patienten auch eine hochgradige entzündliche Anschwellung des Kopfes und Symptome, die für Blutandrang nach dem Gehirn und Rückenmark sprechen, z. B. Taumeln, Betäubung, Hinstürzen und dann Unvermögen, sich wieder zu erheben; Lähmungen gewisser Körperteile; auch Schütteln mit dem Kopfe, Tobsucht u. dgl. Die Krankheit führt häufig sehr rasch zum Tode. Sie tritt nur bei Tieren auf, die im Freien sich befinden, nachdem sie Buchweizen genossen haben. Bringt man die Kranken gleich im Anfang des Übels in den dunkeln Stall, so soll Rettung möglich sein. Es liegen Gründe vor, anzunehmen, daß nicht der Buchweizen an und für sich dies ges childerte Leiden verursacht, sondern Buchweizen, der mit Befallungspilzen besetzt ist. Bueina oder Bucinum, s. Buceina.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 681Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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