Buddeus (s. d.). Budberg (Andr. von), russ. Diplomat, geb. 1820, wurde 1844 Legationssekretär in sandter u 1849 Geschäftsträger daselbst, 1851 Gesandter in Berlin, 1856 in Wien, 1858 wieder in Berlin, 1862 Botschafter in Paris, nahm 1868 seine Entlassung, um sich mit dem Baron von Meyendorff zu duellieren, was in München geschah. Später wurde B. russ. 9. Fehr. K. und Mitglied des Reichsrats. Er starb 9. Febr. 1881 in Petersburg. Budberg, Geschles Boenninghausen ge nannt, adeliges Geschlecht, stammt aus Bennichusen bei Heiligenstadt in Westfalen und wanderte im 13. Jahrh. in Livland ein, wurde im 17. Jahrh. unter schwed. Herrschaft baronisiert, aber erst im 9. Jahrh. von Rußland rezipiert. — Andreas Eberhard von B., russ. Minister der äußern Angelegenheiten zur Zeit des Napoleonischen Kriegs, war 1750 in Magnusdorf bei Riga geboren, trat früh in russ. Kriegsdienste und wurde 1783 vom Generalfeldmarschall Browne der Kaiserin Katharina II. als Diplomat empfohlen. Von Alexander I. wurde B. ins Conseil berufen und 1806 zum Minister des Departements der auswärtigen Angelegenheiten ernannt. Als solcher stimmte er im Conseil gegen die Ratifikation des zwischen Oubril und Clarke geschlossenen Friedens von Rußland mit Frankreich; an den Verhandlungen des Friedens zu Tilsit 1807 nahm B. auf den Wunsch Napoleons keinen Anteil. Dennoch begleitete er den Kaiser Alexander J. nach Tilsit, reiste mit dem Kaiser über Riga zurück, wo er wegen der Napoleonischen Allianz um seinen Abschied bat, den er aber erst 1808 erhielt, und starb 1.(12.) Sept. 1812 in Petersburg. Für die Geschichte der Diplomatie ist sein intimer Briefwechsel mit Katharina II. und Alexander I. von Bedeutung. berg-Boenninghausen, Landschaftsmaler, geb. 8.(19.) Okt. 1740 zu Reval in Estland, bezog 1757 die Universität Straßburg, bereiste darauf fast ganz Westeuropa, kehrte 1765 reich an Skizzen in die Heimat zurück und lebte dann, ganz der Malerei sich widmend, auf seinem Edelsitz Trastenhof bei Riga. Unter seinen Olgemälden wurden die Landschaften vorzüglich geschätzt. Im J. 1766 erwarb er sich Herders Freundschaft, der auf ihn das Gedicht machte; «Genieß, o Freund, die Zeit der schönen Jugendo; allein Ellen 1776 zwang ein Blutauswurf B. die Heilquellen Deutschlands aufzusuchen. Er kehrte scheinbar gesund 1777 aus Schlangenbad bei Wiesbaden 15 Heimat zurück, wo er 3.(14.) Juli 1784 zu Walk in Livland starb.