Bray (Otto Camillus Hugo, Graf von B.⸗ wucde zu E. bayr. Staatsrat, des vorigen Sohn, wurde zu Berlin 17. Mai 1807 geboren. Schon bei fandh aters Aufenthalt in Wien der bayr. Geandtschaft attachiert, kam er von da an mehrere der kleinern ital. Höfe, dann als Legationsrat nach Paris und endlich als Ministerresident nach Petersburg. Im J. 1846 trat er zu München an die Spitze des Ministeriums des Außern, gab aber im Febr. 1847 seine Entlassung. Im April 1848 l. Haubes er von neuem das Portefeuille des königl. Hauses und des Außern, zog sich aber 5. März 1849 wieder zurück, behielt indes die Leitung der Angelegenheiten seines 8. d.s Minilt bis zum 18. April 1849, dem Eintritt des Ministeriums Pfordten. Wenige Monate später ging er wieder als außerordentlicher Gesandter nach Petersburg. Im Mai 1860 wurde er zum Gesandten in Wien und 7. März 1870 an Stelle des Fürsten 8. ei An zum Minister des Auswärtigen ernannt. Bei Ausbruch des Deutschranzösischen kür sprach er in der Kammer der bgeordneten für Bewilligung des Militärkredits, unterhandelte nachher mit dem preuß. Minister Delbrück in München über die Bedingungen des Abschlusses eines Verfassungsbündnisses, reiste im Oktober mit zwei seiner Kollegen nach Versailles und schloß dort 23. Nov. den Vertrag ab, betreffend den Eintritt Bayerns in das neuzugründende Deutsche Reich. Bei den Verhandlungen der Zweiten Kammer über die Versailler Verträge, im Jan. 1871, trat er energisch für dieselben ein. Da er mit den andern Ministern, namentlich mit dem Kultusminister Lutz, wegen der Mase die Anmaßungen der Bischöfe zu ergreifenden Maßregeln nicht einverstanden war, so diee er seine Entlassung und der König genehmigte dieselbe 22. and 1871. Darauf ubernahm B. wieder den Gesandtschaftsposten in Wien. rayera Kth., Baumgattung aus der Familie der Rosaceen, von welcher man bis 1 nur eine einzige Art, die in Abessinien einheimische B. anthelmintica Kth. kennt, diese ist ein bis 20 m hoher Baum mit diöcischen purpurroten Blüten und gefiederten Blättern; die Blüten haben einen widerlichen ekelerregenden Geschmack und werden als Mittel gegen den Bandwurm unter dem Namen Elores Kusso mit sehr gutem Erfolg angewendet. Dieselben sind in Abessinien schon seit langer Zeit als wirksames Bandwurmmittel bekannt; in Deutschland werden sie erst seit Mitte des 19. Jahrh. als solches benutzt. Die in den Handel kommende Kusso (s. d.) besteht jedoch nicht bloß aus den Blüten, sondern es finden sich darin auch die Blätter und Blütenstiele. Sowohl Blüten wie Blätter enthalten einen eigentümlichen krystallisierbaren Körper, das Kussin, das als der wirksame Stoff der Kusso anzusehen ist.