Bundeskontingent, s. unter Bundesheer. BVundeslade hieß die Lade oder Kiste in der Stiftshütte (s. d.), später im Tempel zu Jerusalem, in der die Gesetztafeln Mosis lagen. Sie war nach der Bibel von Akazienholz, 2½ Ellen lang, 1½ Ellen breit und ebenso hoch, von innen und von außen vergoldet und hatte einen goldenen Kranz am obern Rande. Auf dem goldenen Deckel (dem sog. Gnadenstuhle) standen zwei goldene Cherubbilder mit ausgebreiteten Flügeln, und hier zwischen diesen Cherubim, war es, wo man sich Jahve als gegenwärtig dachte. An den vier Ecken waren Ringe und durch diese Stangen gesteckt, um die Lade tragen zu können. Diese heilige Lade wurde zuerst dem Volke Israel auf seinem Zuge durch die Wüste vorangetragen und stand R im Allerheiligsten, wurde aber zuweilen auch mit in den Krieg genommen und dann im feierlichen Aufzuge wieder an ihren Ort gesetzt. Die Leviten, die sie trugen, mußten sie aber vorher von den Priestern einwickeln lassen, denn niemand durfte dieselbe sehen oder berühren, da sie der Sitz der wirksamen Gegenwart Gottes war. Bei der Zerstörung des Salomonischen Tempels verbrannte auch die B., wenn sie nicht früher schon abhanden gekommen war. Ahnliche heilige Kisten für Götterbilder und Heiligtümer hatten auch andere Völker, z. B. die Agypter und die Etrusker.