FeedBury Saint-Edmunds
ErdkundeBrockhaus 1882

Bury Saint-Edmunds, Municipalstadt und Dails der engl. O0 zugleich Hauptort des westl. eils der engl. Grafschaft Suffolk, am schiffbaren Lark und an der East-Union-Bahn auf einem Sandbuden gut und geräumig gebaut und schön gelegen nd wegen seiner gesunden Luft das Englische Montpellier» genannt, zählt (1881) 16 211 E., * ein Grafschafts⸗ und ein Rathaus, ein Zellengefängnis, Hospitäler, worunter das 1864 neugebaute Suffolk-General-Hospital, eine berühmte, 1550 gegründete Latein⸗ und eine Handelsschule, eine Handwerterinstitution, ein Theater, eine gute Bibliothek. Einst besaß die Stadt 40 Kirchen und die große 633 gegründete, jetzt in Ruinen liegende St.⸗Edmunds-Abtei, in welcher 870 der Sachsenkönig Saint-Edmund bestattet ward. Unter den heutigen Kirchen ist nur die 1433 erbaute got. St.⸗Mary s-Church mit dem Grabe der Königin Marie von Frankreich, der Tochter Heinrichs VII., bemerkenswert. Die Stadt betreibt starken Getreide⸗ Woll- und Viehhandel und hat eine große . Sie war zur Sachsenzeit 1t und überhaupt knüpfen ich an sie manche geschichtliche Erinnerungen. Den amen erhielt B. vom sächs. König Edmund, der hier 856 gekrönt wurde. Nur 5 km im NO. von der Stadt liegt Irworth, das prachtvolle Schloß des Marquis von Bristol, mit großem Park.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 766Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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