Butterpfennig, s. unter Butterbrief. Butterpilz (Bolstus lutéus L.), auch Ringilz genannt, ist einer der geschätztesten Speiseschwämme. Er besitzt einen 3—12 cm breiten, konvexen, braunen Hut und einen 3—6 em hohen Stiel, der mit einem häutigen, anfangs weißen, später braun werdenden Ring versehen ist. Das Fleisch ist weißlich und verändert seine Farbe an der Luft nicht, es besitzt einen angenehmen obstartigen Geschmack und Geruch. In Deutschland ist der B. ziemlich häufig, hauptsächlich in Nadelwäldern. Buttersäure, Normale oder Gärungsvielfach verbreitet in der Natur vor, in Pflanzen und in tierischen pgorper, entsteht bei der Fäulnis vieler organischer Körper, auch bei der Gärung des Zuckers, wenn diese unter besondern Bedingungen geleitet wird. Sie bildet sich, wenn Cyanpropyl mit Kalihydrat erwärmt wird. Zur Darstellung löst man 6 kg Zucker nebst 30g Weinsäure in 26 1 Wasser, läßt einige Tage stehen und fügt als Ferment 250 g alten, zerfließenden Käse, der in 81 abgerahmter Milch verteilt ist, und außerdem 3 kg Schlemmkreide hinzu. Das Ganze läßt man mehrere Wochen an einem warmen Orte, bei einer Temperatur von 30—35° stehen. Die Gärung tritt dabei bald ein, es entsteht zuerst milchsaurer Kalk, durch dessen Anwesenheit die Masse breiförmig erstarrt, und dieser Let dann n lich unter Entwickelung von Kohlensäure und Wasserstoff in buttersauren Kalk über. Das Aufhören der Gasentwickelung zeigt die Beendigung der Gärung an. Die Lösung des buttersauren Kalks wird mit 8 kg krystallisiertem u Pattomalt Natron versetzt, um das Kalksalz in Natronsalz zu verwandeln, das Filtrat zum Volum von etwa 10 1 verdampft, mit 5½ kg Schwefelsäure, die vorher mit ihrem gleichen Gewicht Wasser verdünnt ist, vermischt und so lange de tilliert, am besten mit Dampfheizung, bis keine Säure mehr übergeht. Das Desi at ist eine wässerige Lösung von B., dasselbe wird mit wasserfreiem Chlorcalcium gesättigt, wobei die Säure sich als ölige Schicht abscheidet. Diese wird von der Chlorcalciumlösung saligkeit und destilliert. Die B. ist eine farblose 0 üssigkeit von höchst unangenehmem Geruch, scharfem brennenden Geschmack, erstarrt bei 195 zu einer weißen, glänzenden Masse, siedet bei 163, In Waser Gewicht 0,9675 bei 25, ist leicht löslich in Wasser, Alkohol und Ather; aus der wässerigen Lösun wird die Säure durch Sättigen mit Salzen abgeschieden. Mit Basen vereint sich die B. zu gut krystallisierenden Salzen. Außer der normalen —7 eine weite B.,die Isobuttersäure (H(CHS)„COOE, dieselbe kommt im Johannisbrot, den Früchten von Siliqua dulcis vor, unterscheidet sich von der normalen durch niedern Siedepunkt, 154², und durch geringere Löslichkeit im Wasser.