Camerino „früher eine Dele ation des Kirchenstaats, jetzt ein Kreis der ital. mit (1881) 47383 E. Die glei namige uralte Hauptstadt liegt zwischen dem hienti und der Potenza in 346 m Hebir 36 km im SW. von Macerata, in steiler, 0 irgiger Gegend unweit der großen von Rom u er Foligno nach Ancona führenden Straße und ist Sitz eines Erzbistums und der kleinsten niversität Ruutater die 1727 gestiftet wurde, aber nur zwei Fakultäten (Jurisprudenz und Palaß hat. Unter den Gebäuden sind der erzbischöfl. Palast, die Kathedrale (ein Neubau von 1832), der alazzo ducale, der Palazzo nuovo mit großem Hof, sowie die 1503 von Cesare Borgia errichtete Rocca erwähnen; auf dem Hauptplatze befindet sich eine ronzestatue des Papstes Sixtus V. von 1587. Die 8. Stadt zählt (1881) 11 761 C., welche namentlich ni Landwirtschaft betreiben. C. ist das alte Camerinum, das sonst Camers hieß und eine ldete G. Stadt Umbriens war. Im Mittelalter bildete C. eine Mark des Herzogtums Spoleto, bis es um die Mitte des 13. Jahrh. an die Varani kam, von denen Giovanni Maria 1520 von Papst Leo X. den Titel eines Herzogs von C. erhielt; 1539 kam C. an Ottavio Farnese und, als dieser Herzog von Parma geworden, an die päpstl. Kammer; 1860 wurde es von Piemont annektiert. Es ist der Geburtsort des Malers Carlo Maratta (geb. 1625) und hat viel durch Erdbeben gelitten, besonders 1799, wo der alte Dom einstürzte. Samerlengo lital.), Kämmerlingo, am päpstl. Hofe der Kardinal, welcher mit der Verwaltung des Schatzes betraut ist, zur Zeit des Bestehens des Kirchenstaats auch der ustiz vorstand und während einer Vakanz des päpftl. Stuhls die Regierungsgeschäfte leitete. gegen 1580 in Glasgow, studierte die alten Sprachen und wirkte zunächst in seiner Vaterstadt als Lehrer des Griechischen. Dann begab er sich auf Reisen nach Frankreich und wurde 1600 in Bordeaur als Lehrer der griech. Sprache angestellt. Von hier Bon er als Professor der 1N nach Sedan. on 1604 bis 1608 studierte er auf Kosten der Gemeinde von Bordeau Theologie zu Paris, Genf und Heidelberg, und bernahm 1608 eine Pfarrstelle u Bordeaux. Im J. 1618 wurde er als rofessor er Theologie nach Saumur berufen. Als unter den Wirren des + 7 die Universität sich 1620 auflöste, ging C. nach England, erhielt eine Professur in lasgow, 4 — aber bald nach Frankreich zurück, wo er 1624 rofessor der Theologie zu Montauban wurde und 1625 an den Folgen einer e franz.ete starb. C. hat den freiern Geist in die franz.⸗reform. Theologie eingeführt, der in Saumur seine Pflegstätte land und im Pajonismus und Amyraldismus mit der durch Calvin bestimmten Kirchenlehre in Konflikt gerieth. Seine Hauptschriften, die «Praetectiones theologicae und das Myrotheticum evangelicumo wurden nach seinem Tode von seinem Schüler Cappellus herausgegeben.