Campbell (Thomas), namhafter engl. Dichter, geb. zu Glasgow 27. W 1777, studierte seit seinem 13. Jahre an der Universität seiner Vaterstadt die Rechte, gab aber, nachdem er 1795 die Hochschule verlassen, die surist. Laufbahn auf und ging nach „ wo er 1799 sein klassisches Lehrgedicht The pleasures of hope 5.960 von Lackmann, Hamb. 1838) erscheinen ließ, welches binnen Jahresfrist vier Auflagen erlebte. Hierauf unternahm eine Reise nach Deutschland, wo er Au enzeuge der Schlacht von Hohenlinden (1800) war, die er in einer berühmten Elegie verewigte. Er kehrte 1801 nach Edinburgh zurück, ließ sich dann in Sschlieblic bei London nieder und widmete sich ausschlie lich der Schriftstellerei. Seine Annals of Great Britain from the accession of George III. to the peace of Amiensv (3 Bde., Lond. 1806) sind als Kompilation nicht ohne Verdienst. Später veröffentlichte er die poetische Erzählung Gertrude of Wyomingo (Lond. 1809), auf der nächst den KPleasures of hopes sein dichterischer Ruf t zweien beruht. Nach seiner Rückkehr von einer zweiten Reise nach Deutschland veröffentlichte er eSpecimens of the British poetsd Bde., Lond. 1819—21; neue Aufl. in Einem ande, 1841) mit biographischen und kritischen Anmerkungen, eins der besten Handbücher der engl. Poesie. C. war einer der thätigsten Beförderer der londoner Universität, zu welcher er 1825 den Plan entwarf. Die Hochschule seiner Vaterstadt erwählte 12 1827 wie in den beiden folgenden Jahren zu ihrem Lord-Rektor. Ein Ausflug nach Algier veranlaßte ihn zu interessanten in hs Pouthr welche unter dem Titel Letters from the Southo (2 Bde., Lond. 1837; 2. Aufl. 1845) zusammengestellt wurden. Weniger glucklich war er als Biograph. Sein ILife of Mrs. Siddonse (2 Bde., Lond. 1837), The life and times of Petrarch v (2 Bde., Lond. 1841) und «Frederick the Great, his court and timesd (4Bde., Lond. 1843) sind ohne hervorragenden Wert. Sein letztes Gedicht war The pilgrim of Glencoen (Lond. 1842). Nach längerer Kränklichkeit starb er zu Boulogne 15. Juni 1844. Er wurde in der Westminster-Abtei, im sog. Dichterwinkels (Poets' corner), beigesetzt. Seine «Poetical workso erschienen mehrmals gesammelt (mit n ieeh e von Turner, Lond. 1862, von Rosetti 1872 und Gilbert 1873). — Beattie, „C. 's lite and lettersv (2. 1407 3 Bde., Lond. 1850); Redding, Memoirs of C. (Lond. 1859). [Baptisten.