FeedCarya Nutt.
PflanzenreichBrockhaus 1882

Carya Nutt., Pflanzengattung aus der Familie der Juglandeen. Man kennt gegen 10 Arten, die sämtlich in Nordamerika einheimisch sind, zum Teil aber auch dort angebaut werden. Es sind große, stattliche, reich belaubte, großblätterige Bäume. Sie haben monöcische Blüten; die männlichen besitzen vier Staubgefäße und stehen in Kätzchen, die weiblichen dagegen stehen einzeln und haben ein vierteiliges Perigon mit unterständigem Fruchtknoten; aus letztern entwickelt sich wie bei den Walnußbäumen (Arten der verwandten Gattung Juglans, sed.) eine Steinfrucht mit ungenießbarer fleischiger Außenhülle. Das Innere der Frucht dagegen ist eßbar und meist sehr wohlschmeckend. Namentlich sind die Nüsse von C. olivaeformis Nutt. wegen ihres Geschmacks und ihres reichen Gehalts an fettem Öl in Amerika sehr geschätzt, man nennt sie dort Hickory⸗ oder Pekannüsse (Pekan-Nuts); sie werden übrigens auch in den europ. Handel gebracht. Ebenso wie die Früchte von C. olivaeformis, sind diejenigen von C. alba Mett., C. sulvata Nutt. eßbar, auch werden sie zur Bereitung von l verwendet. Einige Arten, wie C. alba, C. amara Mett., C. tomentosa Ntt., die das Klima in Mitteleuropa vertragen, findet man häufig in Deutschland zur Zierde in Parks angepflanzt. Von O. Ronle Mitt. dient die Rinde zum Gelbfärben von Wolle und Leinwand. Das Holz der Caryamißt, sind unter K aufzusuchen. Arten, hauptsächlich das von C. Porcina und alba, ist wegen seiner elsuche Dern und Härte sehr geschätzt und findet vielfache in der Möbeltischlerei unter dem Namen Hickoryholz. südamerik. Bäume aus der Familie der Ternstroemiaceen. Ihre Arten sind mächtige Bäume mit immergrünen, gegenständigen, dreizähligen oder ge⸗ ö Dache ar Blättern und traubig gestellten Blüten, welche aus einem fünflappigen Kelche, einer fünfblätterigen samt den zahlreichen Staubgefäßen einer Dnd emein f Scheibe eingefügten Blumenkrone und einem freien, mit vier Griffeln versehenen Fruchtknoten bestehen, aus dem sich eine große, aus vier unter sich verwachsenen Nüssen zusammengesetzte Frucht entwickelt. Die wichtigsten Arten sind C. nuciferum L., C. glabrum Pers., C. amygdaliferum Cavan., sämtlich in Guiana heimisch. Ihre Früchte, deren Kerne sehr angenehm s chmecken und deren Fleisch einen süßen Brei bildet, sind bei den Kreolen sehr beliebt. Das harte, feste Holz dient zur Verfertigung der Piroguen (Indianerkähne) und als Bauholz. der 5 Gewächse, Pflanzenfamilie aus der Gruppe der Dikotyledonen, ist nicht nach dem Gewürznelkenbaum, Caryophyllus, der zu einer ganz andern Familie gehört, benannt, sondern nach der Gartennelke, Dianthus Caryophyllus L. Die Arten derselben, deren gegen 800 bekannt sind, kommen vorzugsweise in der nördlichen gemäßigten Zone vor und gehen bis in die arktischen Gegenden und zu den höchsten Regionen der Alpen vor; in der südlichen gemäßigten Zone und in den Tropengegenden finden sich verhältnismäßig nur sehr wenige Arten. Die C., der Mehrzahl nach Kräuter, —— nen durch knotige Halme, gegenständige, unzerteilte, schmale, bei der Mehrzahl grasähnliche Blätter und trugdoldig, seltener traubig angeordnete oder einzeln stehende, regelmäßig geformte Blüten mit mehrblätteriger Blumenkrone und oberständigem, freiem Fruchtknoten aus, aus welchem sich in der Regel eine mit Klappen aufspringende, einfächerige, seltener unvollkommen mehrfächerige, meist vielsamige Kapsel, selten eine Beere entwickelt. Die C. teilt man gegenwärtig in zwei besondere Familien: Sileneae und Alsinege. Erstere haben einen ganzblätterigen, meist röhrigen Kelch, eine fünfblätterige Blumenkrone und in der Regel zehn Staubgefäße und sind meist ansehnliche, zum Teil schön blühende Gewächse; letztere besitzen einen mehrblätterigen Kelch, eine vier⸗ bis fünfblätterige, selten gar keine Blumenkrone, 4, 5—10 Staubgefäße und sind der Mehrzahl nach kleinblütige Pflaniich Zu erstern gehören die Gattungen der eigentichen Nelken, Dianthus, der Leimkräuter, Silene; zu den Alsineen die Gattungen der Hornkräuter, Cerastium, Sandkräuter, Arenaria.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 28Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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