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PflanzenreichBrockhaus 1882

Borassus, von Linné benannte Pflanzengattung aus der Familie der Palmen, deren männliche Blüten einen dreiblätterigen Kelch, eine röhrige Blumenkrone mit dreiteiligem Saume und sechs Staubgefäße besitzen, während die weiblichen mit einem sechs-Gbis neunblätterigen, beschuppten Perigon, mit sechs in einen Cylinder verwachsenen, unfruchtbaren Staubgefäßen und einem Stempel mit dreifächerigem hen m Kaht versehen sind. Beiderlei Blüten stehen in Kätzchen. Aus den weiblichen entstehen dreikernige Steinfrüchte mit fleischig-foseriger Hülle und holzigen, an der Spitze ein Loch enthaltenden Steinkernen. Unter den drei bisjetzt aufgefundenen, im tropischen Asien heimischen Arten ist B. flabelliformis L., die Weinpalme oder Palmyrapalme, am bekanntesten. Diese ½ Gewächshäusern kultivierte Palme, welche in Ostindien und auf den Molukken wächst und in den Tropengegenden vielfach kultiviert wird, besitzt einen nicht 1 hohen und iemlich dicken Stamm und große Fächerblätter. us dem weinartigen Safte der Blütenkätzchen, den man als Palmenwein trinkt, bereitet man in Ceylon und auf Java Sirup und Zucker. Die chte bilden im rohen oder gerösteten Zustande oder auch eingemacht ein wichtiges Nahrungsmittel in Indien; die Blätter dienen als Papier und zum decken, auch werden daraus allerlei Flechtwerke, als Matten, Körbe u. s. w., hergestellt. Aus dem Mark der Wurzeln wird Sago bereitet. Das Holz der Stämme, hauptsächlich der weiblichen, 0 wegen seiner Festigkeit als Bau⸗ und Werkholz in den Tropengegenden Asiens sehr geschätzt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 330Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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