Castagnetten (span.) heißen kleine, hölzerne Klappern in Form zweier ausgehöhlter und urch ei ander passender großer Nußschalen, welche, durch ein Band verhunden, das man um den Daumen wickelt, in die Hand genommen werden. Indem man die übrigen Finger schnell an ihnen abgleiten läßt, Marein tremolierender Ton, der sich besonders zur Markierung des Rhythmus beim Tanze eignet. Etwas Ahnliches war das Krotalon bei den Alten. Die C. stammen wahrscheinlich aus dem Orient und ermißt, sind unter K aufzusuchen. kamen durch die Mauren nach Spanien. Hier haben sie auch ihren Namen Castanuelas j wegen ihrer Ahnlichkeit mit der Form der Kastanien. Noch gegenwärtig findet man sie besonders häufig sowohl in Spanien wie im südl. Frankreich. Es gehört eine besondere Kunstfertigkeit dazu, die C. so zu «schlagen v (tocar las castanuelas), daß der i genau mit dem Takte der Musik zusammentrifft, sowie den Schall zu vermindern und zu verstärken. Meister auf diesem Schallinstrumente sind die Bewohner Andalusiens.