Castelli (Alessandro), Landschaftsmaler, geb. 1810 zu Rom, bildete sich gänzlich als Autodidakt an der Natur. Seiner patriotischen Gesinnung wegen, die er 1849 und 1859 bethätigte, wurde er aus Rom verbannt, zog 1860 nach Paris, dann nach England und kehrte 1868 nach Florenz und endlich 1870 nach Rom zurück. C.s Bilder zeigen große Schärfe der Beobachtung in Form und Farbe bei poetisch verklärter Wiedergabe der Natur. Sie sind aber wenig bekannt geworden, da der Künstler auf der Berliner Kunstausstellung 1881 zum ersten mal ein Bild, Kreuzigung Christi, ausgestellt hat.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 52Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei