Catalaunische Felder (Campi Catalaunici), die weite Ebene um Chälons (Catalaunum) an der Marne in der Champagne, berühmt durch den Sieg der Westgoten und des Aétius über Attila (s. d.) im J. 451. Auf die Nachricht von Attilas Einbruch in Gallien war Ätius, der röm. Feldherr, mit wenigen Truppen über die Alpen geeilt und hatte Theodorich I., den König der Westgoten, vermocht, sich mit ihm gegen den gemeinsamen Feind zu vereinigen. An sie schlossen sich andere in Gallien eingedrungene und von Aêtius in Dienst genommene Völker an. Attila hob, als er vom Herannahen der Feinde Kunde erhielt, die Belagerung von Orléans auf und zog sich in die Champagne zurück, deren Flächen für seine Reiterei vorteilhafter waren. Hier kam es zwischen ihm und seinen Gegnern, die ihm nachgeeilt waren, zu einer furchtbaren Schlacht, der erst die Nacht ein Ziel setzte: Jordanis gibt die Zahl der Gefallenen auf 162 000 an, andere sprechen übertreibend von 300000. Attila war nicht gerade besiegt worden, aber hatte sich in seine Wagenburg zurückgezogen. Als kein weiterer Angriff erfolgte, weil Aétius den Kampf abbrach und dem Nachfolger des gefallenen Gotenkönigs die Rückkehr in die Heimat anriet, konnte Attila ungehindert über den Rhein zurückgehen. Christentum und Heidentum, Barbarei und Kultur hatten dort gerungen: der Sage nach bekämpften sich die Geister der . Caaena noch drei Tage nach der Schlacht. Diese Sage hat Kaulbach den Stoff zu seinem berühmten Freskogemälde im Treppenhause des Neuen Museums zu Berlin: Die Hunnenschlacht, gegeben.