Caucus (nach einigen verderbt aus Calkers, sachi Kalfaterer, weil der erste Caucusklub hauptsächlich aus solchen bestanden habe, nach andern ein Wort aus der Algonkinsprache, welches eigentlich Berater bedeutet) heißt in den Vereinigten Staaten von Amerika ursprünglich jede polit.Versammlung, welche den Zweck hat, eine Partei zu unterstützen, namentlich Kandidaten für die öffentlichen Amter zu bezeichnen. Im Laufe der Zeit hat sich der C. aber zu einem einflußreichen und verderblichen System entwickelt, welches eine sehr wichtige Rolle spielt und wegen seiner Allmacht vielfach nicht mit dem als König Caucuso bezeichnet wird. Nach dem Buchstaben der Verfassung ruht alle Machtvollkommenheit mißt, sind unter K aufzusuchen. im Volke, nach dem C. aber verkörpert sie sich in den Parteiführern. Diese nämlich, statt sich mit der Empfehlung ihrer Kandidaten zu begnügen, stellen sie vermöge des Caucussystems einseitig auf, lassen keinen andern zu und kontrollieren somit jede Wahl in deren Interesse. Auf die Bundespolitik ausgedehnt, wurden diese unverantwortlichen Vorversammlungen zu den sog. Nationalkonventen. Was der C. in der lokalen Politik, das ist in der nationalen der Parteikonvent. Bis zum J. 1824 ernannten die verschiedenen Parteien des Congresses als Nominating Conventions die Präsidentschaftskandidaten; seit dieser Zeit besorgen die Parteiführer der Einzelstaaten als sog. nationale Delegierte nicht allein dieses Geschäft, sondern entwerfen auch die Parteiprogramme. Das Volk hat nichts weiter zu thun, als Ja oder Nein zu dem aufgestellten Kandidaten und den 1des Sceine zu inden, denn es wird nicht einmal des Scheines halber nach seiner Ansicht, geschweige denn seinem Willen gefragt.