Celsins, eine NRaun Gelehrtenfamilie, welcher mehrere berühmte Männer Kurchppiel Magnus C., geb. 16. Jan. 1621 im Kirch piel Alfta in Helingland, gest. 5. Mai 1679 als der 5el der stronomie, machte sich als Entzifferer der elsurunen einen Namen. — Olof C., sein Sohn, geb. 19. Juli 1670, gest. 24. Juni 1756 als Professor der Theologie und zu Upsala, begründete mit dem Erzbischof Benzelius und Rudbeck dem Jüngern die Societät der Wissenschaften in Upsala. Von seinen Kenntnissen in Botanik und orient. Sprachen zeugt sein Hierobotaniconv (Upf. 1745—17). Auch war er der erste, der die Talente des jungen Linne erkannte, denselben in sein Haus aufnahm und auf alle Weise unterstützte.— Anders C., des letztern Neffe (Sohn von Nils C., geb. 15. April 1658 zu Upsala, Ratt daselbst 21. März 1724 als Professor der athematik), eb. 27. Nov. 1701, wurde 1730 Ller dd der stronomie in Upsala. Da es ihm aber aselbst an einer Sternwarte und an Instrumenten fehlte, hing er 1732 auf Reisen. Er hielt sich in Nürnerg bei 2 de umine auf und gab daselbst &Observationes de lumine boreali o heraus, worin er sich gegen die Ansicht erklärte, daß das Nordlicht von dem Zodiakallicht herrühre. Hierauf besuchte er Italien, wo er in Rom die von Bianchini und Maraldi gezogene Mittagslinie in der Kartäusertirche verbesserte. Hier beschäftigte er sich auch mit der Messung der Intensität des Lichts und bestimmte die ch Pa Größe des altröm. Fußes. Als er 1734 nach Paris kam, war Bouguer im Beriff, behufs einer Gradmessung in der Nähe des lquators, nach Peru abzugehen. Dies gab C. Veranlassung, eine zweite ähnliche Gradmessun im hohen Norden vorzuschlagen, die bald darau Maupertuis im Verein mit C. und mehrern andern in Lappland ausführte. Nach seiner Rücktehr nach Upsala schrieb er über Maupertuis' Meridiangrad die Schrift: De observationibus pro figura telluris determinanda in Gallia habitisv Volh 1738). Hierauf beobachtete er zuerst die olhöhe nach Horrebows Methode, und beschäftigte sich dann vorzüglich mit der Theorie der Jupitersatelliten. Auf seine Veranlassung ward 1740 die reich ausgestattete Sternwarte in Upsala errichtet. C. starb daselbst 25. April 1744. In den Denkschriften der Schwedischen Akademie sind sehr viele uth Abhandlungen über Astronomie und Physik enthalten. Unter anderm arbeitete er für die Einführung des Gregorianischen Kalenders und war einer der ersten, welche die allgemeine Aufmerksamkeit auf die allmähliche Senkung des Meeresniveau an den nördlichen schwed. Küsten lenkten. Die von ihm (1742) vorgeschlagene Thermometer-Lenrs in welcher der Zwischenraum zwischen den emperaturen des Gefrierpunkts und des Siedepunkts des Wassers in 100 Teile geteilt ist, wird nach ihm die Celsiussche Skala, auch die 1001 oder Centesimal-Skala genannt und mit C. bezeichnet. (S. Thermometer.) — Olof von C., Sohn des Dompropstes Olof C., geb. 4. Dez. 1716 zu Upsala, seit 1747 Adelund der Geschichte zu Upsala, 1756 in den Adelstand erhoben, 1777 Bischof zu Lund und seit 1786 Mitglied der Schwedischen Akademie, gest. 15. Febr. 1794 zu Lund, war ein Polyhistor und besonders ausgezeichnet in der vaterländischen Geschichte. Er begründete 1742 die erste Litteraturzeitung in Schweden (Tidningar om de Lürdes arbetenv) und schrieb eine »Svea-xikes kyrko-historiav (Bd. 1, Stockh. 1767), die Geschichte Gustavs J. (2 Bde., Stockh. 1746—53; 3. Aufl. 1792; deutsch, Kopenh. 1753 und Erichs XIV. (Stockh. 1774; deutsch von Möller, Flensb. 1777). uch versuchte er sich als Dichter, zeigt aber durchweg Mangel an Phantasie; am wemnen sind seine lat. Gedichte geschätzt. Auf den Reichstagen entfaltete er große Thätigkeit und war eine Hauptstütze der königl. Partei.