Credner (Herm.), namhafter Geolog, geb. 1. Okt. 1841 zu Gotha als Sohn des durch seine Arbeiten über Thüringen und Hannover bekannten Geognosten Heinrich C. Nachdem er seine akademirmißt, sind unter K aufzusuchen. schen Studien in Klausthal, Breslau und Göttingen absolviert und dann eine Anzahl geolog.⸗paläontolog. Untersuchungen über die Umgegend von Hannover und von St. Andreasberg ausgeführt und monographisch behandelt hatte, bereiste er 1864—68 die östl. und centralen Regionen Nordamerikas zum Zwecke geolog. Studien, deren Ergebnisse er in der SZeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschafto, dem Reuen Jahrbuch für Mineralogies und andern Zeitschriften niederlegte. Von dieser Reise zurückgekehrt, habilitierte er sich 1869 an der Universität Leipzig und wurde 1870 zum außerord., 1877 zum ordentl. Honorarprofessor, 1881 zum Oberbergrat ernannt. Seit 1871 ist er auch Direktor der geolog. Landesuntersuchung des Königreichs Sachsen, deren Organisation ihm schon 1870 übertragen worden war. C.s Publikationen behandeln das Oligocän, die archäischen und Ganggebilde, sowie die permischen Stegeephalen Sachsens; namentlich aber haben die Untersuchungen C.s zur Lösung der Glacialfrage wesentlich beigetragen. Seine Elemente der Geologiev (Epz. 1872) erschienen 1878 in 4. Auflage. Eredner (Karl Aug.), bedeutender prot. Theolog, geb. 10. Jan. 1797 zu Waltershausen bei Gotha, studierte seit 1817 zu Jena und Breslau, lebte seit 1821 als Hauslehrer zu Göttingen und Hannover, ward 1828 Privatdocent, 1830 anderord Professor der Theologie zu Jena, 1832 ord. Pro⸗ —— zu Gießen Awo er 16. Juli 1857 mi Die konographie „Der Prophet Joel übersetzt und erklärte (Halle 1831) ist . die Auslegung der Propheten von bleibender Bedeutung. Die wichtigsten Arbeiten C.s beziehen sich auf die Entstehung und Sammlung der neutestamentlichen Schriften, welche er zuerst in unbefangen historischem Geiste untersucht hat. Hervorzuheben sind: Beiträge zur Einleitung in die biblischen Schriften» (2 Bde., Halle 1832—38), „Zur Geschichte des Kanonso (alle 1847), Einleitung in das Neue Testamento (Bd. 1, Halle 1836), (Geschichte des Neuen Testaments v (Frankf. 1852). Eine usammenfassung dieser Untersuchungen enthält die 4Geschichte des neutestamentlichen Kanonv, herausg. von Volkmar (Berl. 1860). Der Ausbreitung des Jesuitismus in Hessen trat C. mit Energie entgegen und wurde dadurch in einen unangenehmen Broschürenkrieg verwickelt. Eredo (lat.: ich glaube) heißt vorzugsweise das mit diesem Worte beginnende Apostolische Symbolum (s. d.), dann auch der dritte Teil der Musik während des Hochamtes in der kath. Kirche, dessen Text mit diesem Worte beginnt und welcher das Apostolische Symbolum enthält.