Bernhardskrebs oder Bernhardinerkrebs Cagurus Bernhardus), Name eines Meerkrebses mit weichem, sackförmigem Hinterleibe und einer großen Schere am ersten Fußpaare, meist am rechüten Fuße, während die andere verkümmert und klein ist. Die B. bie wi u den sog. Mittelkrebsen ben und den langschwänzigen Krebsen eine vermitütelnde Stellung einnehmen. Die Krebse dechen, Schneckenmuscheln aus, die ihrer Größe entsprechen sekel sich darin mit dem 2½% Hinterleibe, der seitliche Halter hat, fest und schleppen dann die Gehäuse mit sich herum. Ist ihnen ein solches zu klein geworden, so suchen sie ein größeres und verlassen das alte Haus. Bei Gefahr ziehen sie h so zurück, daß nur die große Schere den Eingang deckt. Sie kommen in allen Meeren in zahlreichen Arten vor und halten sich sehr gut in Wasseraquarien, in welchen sie dem Publikum durch ihre seitlichen, tänzelnden Bewegungen stets Vergnügen gewähren. Ihre jugendlichen Formen oder Larven sind höchst eigentümlich gebildet. Höchst sonderbar ist die Freundschaft, welche einige Arten der Gattung mit gewissen Seeanemonen Lenschelen halten, die sich nur auf solchen Schneckenschalen entwickeln, die von B. bewohnt sind. Auf andern von B. bewohnten Gehäusen, und nur auf diesen, entwickelt sich ein Schwamm (Suberites), der 5m überwuchern endlich die offnung schließt und den Krebs tötet. (Hierzu Abbildun au afel; Aquarium, Fig. 14.) Zu derselben Familie 4850 der große, E0 den Molukken lebende Beutelkrebs (Birgus latro), der in Felsenlöchern lebt, nachts auf das Land geht und auf Bäume klettert und sogar unreife Kokosnüsse mit den Scheren aufkneipen soll.