FeedCereina
ErdkundeBrockhaus 1882

Cereina hieß im Altertum eine kleine Insel am Eingang der Kleinen Syrte an der nordafrik. Küste, bekannt als Aufenthalt des Marius im Winter 88 —87 v. Chr., jetzt eine der Kerkenainseln, welche zu Tunesien gehören. Oerois L., D warcheem aus der Familie der Leguminosen, von welcher man nur drei in Canada (C. canadensis L.), China (C. chinensis L.) und Südeuropa (C. Siliquastrum L.) vorkommende Arten kennt. Letztere, bei uns Judasbaum (weil der Sage nach sich Judas Ischarioth an einem solchen Baume aufgehängt haben soll) oder Judenbaum genannt, ist eine schöne Holzart, welche schon in Süd⸗ und Westfrankreich zu einem stattlichen Baume mit umfangreicher Krone heranwächst, in Deutschland dagegen meist eine nur mittelmäßige Größe erreicht und einen geschützten Standort verlangt. Derselbe hat langgestielte, nierenförmige Blätter und entwickelt seine schön rosenroten gestielten Blüten mit Audansbruch. Kelche in dichten Büscheln vor dem Laubausbruch. Die Frucht ist eine längliche, Hanasernm fowoht vielsamige Hülse. Von C. Siliquastrum sowohl wie von C. canadensis wird das schön geaderte Holz vielfach in der Kunsttischlerei verwendet. Oerole HRar Kreis, Zirkel; (geschlossene) vornehme Gese 3„ 0 speziell die Hofgesellschaft. Ce.ereottes, franz. Dorf, 6 km nördlich von Orléans an der Bahn nach Paris, wurde geschichtlich bekannt durch das am 4. Dez. 1870 dort stattfindende, heftige ce nach len der Franzosen, welche im Abmarsche nach rléans begriffen waren, gegen die 18. (preuß.) und 25. (hess.) Infanteriedivision. Cerdagne (span. La Cerdaßa), wasser⸗ und wiesenreiche 4 des obern Segre in den Ostpyrenäen, im N. zum franz. Depart. Ostyrenäen, im S. zu Catalonien (kleinern Teils 51 Provinz Gerona, größtenteils ad Provinz Lerida) gehörig, mit der franz. Stadt aillagouse und den span. Puigeerda und Llivia, welche letztere eine von —— Gebiet umgebene span. Enklave bildet. Der Rame rührt von dem alten iberischen Stamme der

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 135Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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