Cersus, Säulenkaktus, nannte der Engländer Haworth eine Pflanzengattung aus der Familie der Kakteen, von der etwa 200 Arten bekannt sind, die vorzugsweise im tropischen Südamerika vorkommen und lange, säulen⸗ oder schlangenförmige, drei⸗ bis vieleckige oder runde Stämme bilden und große, prachtvolle Blumen entwickeln. Unter allen Kaktusgewächsen ist die Form der Cereen die imposanteste, denn in ihrem Vaterlande Sudamerika, wo sie besonders an der Westküste in wüsten, sandigen und felsigen Landstrichen vorkommen, wachsen dergleichen Cereen 5—6 m hoch und stehen in großen Gruppen beisammen, indem 10— 12 Säulen aus einer Wurzel entspringen. Der von Engelmann in Californien entdeckte C. giganteus Eug. bildet sogar bis 10 m hohe Säulen. Die Blüten dieses Kaktus sind oft 18 20 em lan und nicht selten in solcher Menge vorhanden, da sie die Säulen über und Über bedecken. Letztere enthalten einen centimeterdicken Holzeylinder, welcher wegen der leichten, dabei zähen und festen Beschaffenheit des Holzes in Su amerika in die Hochgebirge hinaufgeschafft wird, um zu Thürstöcken und Schwellen benutzt zu werden. Die Früchte derselben sehen im getrockneten Zustande wie Feigen aus und haben auch einen ähnlichen Geschmack. Viele Arten von C. werden in * ern Kaktushäusern so- wie als Zimmerpflanzen kultiviert. Unter letztern ist namentlich der niedliche Peitschenkaktus (C. flagelliformis Mall.) zu erwähnen, welcher kleinfingerdicke, stachelige, schlaffe Stämme treibt, aus denen zahlreiche rosenrote Blüten hervorkommen und der fast ohne alle Pflege gedeiht. Unter den Gewächshauspflanzen sind der mit langen, silberweißen Haaren behängte Greisenkaktus (C. senilis) und der unter dem Namen Königin der Nacht berühmte großblumige Kaktus (C. grandiflorus L.) bemerkenswert. Letzterer hat sehr große, weiße, äußerlich orangegelbe, überaus wohlriechende Blumen, welche sich abends 7 Uhr öffnen, bis 3 Uhr morgens blühen und dann verwelken. Er wächst in Westindien und wird im tropischen Amerika häufig angebaut, weil man dort seinen scharfen Saft bei Wassersuchten und als wurmwidriges Mittel, äußerlich auch bei Rheumatismen zu Einreibungen und zum Blasenziehen anwendet. Cerèvis (lat. Cerevisia), Bier; auf Cerevis, burschikos: auf Ehrenwort. C. heißt auch eine kleine Studentenmütze ohne Schirm, auf deren Oberfläche der Verbindungszirkel eingestickt ist; Cerevisius, burschikos: der Bierheilige, Biergott. Cerf (Hia Hirsch; Mal de cerf, «Hirschkrankheitꝰ, Maulsperre; C. volant, Papierdrache. Ceri, kleiner Ort in der ital. Provinz Rom, s. Cervetri. Cerialis oder Cerealis (Q. Petillius), röm. Feldherr, befehligte 61 n. Chr. als Legat die 9. Legion in Britannien, wo er von den Britannen eine schwere Niederlage erlitt. Als Verwandter Vespasians stand er zur Zeit des Kampfes von dessen Naah dem Um mit Vitellius auf seiten Vespasians. Nach dem Untergang des Vitellius zur Bekämpfung des Aufstandes der Bataver unter Claudius Civilis und der mit ihnen verbündeten andern german. und kelt. Völkerschaften an den Rhein ges chickt, führte er diese Aufgabe mit großem Geschick aus. Nachdem ihm 70 v. Chr. das Konsulat übertragen worden war, ging er, ensu als Statthalter, nach Britannien, wo er ebenfalls mit glänzendem mißt, sind unter K aufzusuchen. Erfolge kämpfte. Ra J. 74 bekleidete er zum zweiten mal das Konsulat. ö‚