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ErdkundeBrockhaus 1882

Chablis, Städtchen des franz. Depart. onne in Niederburgund, am linken Ufer des Serein, 18 kmi östlich von Auxerre, zählt (1876) 2215 E., welche Tuch⸗, Zwieback- und Schaumweinfabriken, Weinbau und Weinhandel betreiben. Es ist der Hauptort eines berühmten Weinbezirks, dessen Weinberge eine Fläche von 12436 ha bedecken, von welchen jeder jährlich 40—50,hl Wein liefert. Der Chablis, ein sehr geschätzter weißer Burgunder zweiten Ranges, hat fast vor allen Weinen derselben Gattung den Vorteil, daß er seine durchsichtige Weiße behält. Zugleich ist er geistig, aber nicht allzu berauschend, hat Körper, Feinheit und eine sehr angenehme Blume. Die Hesuchtesten Laen sind Clos-Valmur, Grenouille, Vosdesirs, ougereau, Mont de Milieu. Seit längerer hr bereitet man auch moussierenden Chablis, der sehr angenehm, aber während der Moustille des ersten Jahres leicht beraulchend ist.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 156Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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