Chalkidios, neuplaton. Philosoph im 4. Jahrh. nach Christus, soll Archidiakonus in Karthago gewesen sein; er schrieb einen Kommentar zu Platos Timäuso (gedruckt zuerst in Paris 1520, dann zu Leiden 1617; auch in Fabricius' Ausgabe des «Hippolyto, Hamb. 1716). 4. die bedeutendste unter den Städten der Mit Euböa (s. d.), lag und liegt noch jetzt in der itte der Westküste der Insel an dem schmalen Meeressund (Euripus), über welchen seit dem J. 410 v. Chr. eine die Stadt mit dem 8. Ur Böotiens verbindende steinerne Brücke führt. Ursprünglich wahrscheinlich eine Ansiedelung T Purpurfischer, hob sich C. frühzeitig durch Handel und Kolonifation und führte schon im 7. Jahrh. v. Chr. mit der Nachbarstadt Eretria (s. d.) um den Besitz des lelantischen Gefildes und um das Prinzipat über die Insel einen hartnäckigen und langwierigen Kampf, an welchem auch verschiedene andere griech. Staaten als Bundesgenossen der kämpfenden Parteien teilnahmen; er endete mit dem Siege der Chalkidier. Im J. 506 v. Chr. wurde C. von den Athenern unterworfen, welche die Ländereien des herr-WDirger Adels, der sog. Hippoboten, unter ihre ürger verteilten. Nachdem der Versuch, welchen C. 446 v. Chr. im Verein mit den übrigen Städten der Insel machte, die Herrschaft Athens abzuschütteln, durch Perikles vereitelt worden war, blieb die Stadt tributpflichtiges Mitglied des athen. Seebundes bis zum J. 411, wo sie auf die Seite der Gegner Athens übertrat; doch schloß sie sich später (378) dem zweiten athen. Seebunde an und hielt im ganzen treu zu Athen bis zur Schlacht von Chaeronea (338 v. Chr.), infolge deren 2 wie die ganze Insel unter die Boötmäßigkeit der Macedonier kam. Für diese war sie sowohl als starke Festung wie als Handelsplatz von großer Bedeutung, und diese ermißt, sind unter K aufzusuchen. 11* Bedeutung hat sie auch zur Zeit der römischen wie der byzant. und venet. R E. ein im wesentlichen bewahrt. Heutzutage ist C. ein Städtchen von (1879) 6877 CE., Hauptort der Eparchie C. des Nomos Euböa im Königreich Hellas. *8*