Chälid (ben-al-Valid), ein Zeitgenosse des Propheten Mohammed, wegen seiner Tapferkeit aif-allah (Schwert Gottes) genannt. Er gebörte zu dem Stamme Kuraisch und im Anfange zu den erbittertsten Gegnern der Anhänger des Propheten, denen er wiederholt im Kampfe bei Bedr, Ochod und am Graben vor Medina entgegentrat. Seine Geistesgegenwart und schnelle Entschlossenheit entschied die Niederlage der Anhänger des Propheten in der Schlacht bei Ochod, in welcher er, an der Spitze der kuraischitischen Reiterei stehend, die Moslems vollständig in die Flucht schlug. Er bekehrte sich erst im sechsten Jahre der Flucht zum Islam, wahrscheinlich infolge der Verheiratung Mohammeds mit seiner Tante Maimuna. Die in — vorgegangene Sinnesänderung war freilich wohl eine mehr äußerliche, wenngleich er der Sache des Propheten seit seiner Bekehrung mit edenso großem Geschick und mit derselben Tapferkeit diente, mit der er sie vorher bekämpft hatte. Er half Mohammed bei der CEroberung von elka im achten Jahre der Flucht, er zerstörte den Tempel des Gotzen al-Uzza in Nachla, unternahm den blutigen Feldzug gegen die Banũü Dschadsima und die Bann Härith und starb, zehn Jahre nach Mohammed, im J. 21 der Flucht (642 n. Chr.), unter dem Kalifat des Omar ben al-Chattäb, in Emessa, wo er auch begraben wurde. C. war ein echter Sohn seiner rohen Zeit, aber die großen Verdienste, welche er sich nicht nur zu Lebzeiten des Propheten, sondern auch unter seinen beiden Nachfolgern, Abu-Belr und Omar, um die Erweiterung und Begründung des moslem. Reichs durch seine unvergleich⸗ — Tapferkeit und sein hervorragendes Feldherrntalent erworben hat ler eroberte IJräk, Damaskus und drang bis Emessa [Chimß!] vor), rechtfertigen das große Ansehen, in dem er bei den Moslems jederzeit gestanden hat.