Cham, Stadt im bayr. Regierungsbezirk Oberpfalz, an der Mündung des Cham in den Regen und an der bayr. Staatsbahn Nürnberg-Furth, in rauher Lage 370 müber dem Meere, ist Sitz eines Amtsgerichts und eines Bezirksamts, zählt (1880) 3445 C., welche Brauereien unterhalten, Getreide⸗, Leinwand⸗, Garn⸗ und Viehhandel treiben und die benachbarten Granithrüche bearbeiten. C. ist der größte Stapelplatz Süddeutschlands für Bretter und Langholz. Die Mark +* von C., auch Grafen von Vohburg und Markgrafen von Neumark und Eger, stammten aus dem Geschlecht der Herzöge von Bayern; nach dem Tod des letzten Mark-Bal. L Theobald IV., 1204, fiel C. an Bayern zurück. gl. Lukas, Geschichte der Stadt und Pfarrei C. (Landsh. 1862).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 167Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei