FeedChamfort (Sebastian Roch Nicolas)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Chamfort (Sebastian Roch Nicolas), franz. Schriftsteiler, geb. 1740 bei Clermont ournapen: kam früh nach Paris, wo er für das «Journal encyclopédiguen und das Vocabulaire français v schrieb. Später war er einige Zeit Sekretär beim Prinzen Conde; 1781 wurde er Mitglied der Atademie. In der Revolution als Bibliothekar an der Nationalbibliothek angestellt, brachte ihn seine Opvosition gegen die Schreckensherrschaft ins Gefängnis. Doch wurde er wieder frei, starb aber infolge seines Selbstmordversuchs 13. April 1794. Er schrieb Lustspiele (La jeune Indiennen, „Le marchand de Smyrneo), Tragödien (Mustapha et Zeaniro), eine Eloge de Molièrer (1769) u. s. w.; seine Pensées, maximes, anecdotes, dialogues o übersetzte St. Stamperl (2 Bde., Lpz. 1797). Gesamtausgaben von C.s Werken lieferten Ginguenée (4 Bde., Par. 1795), Auguis (5 Bde., 1824) und Houssaye (1852).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 172Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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