Hertz (Wilh.), Dichter und Übersetzer, geb. 24. Sept. 1835 zu Stuttgart, studierte von 1855 bis 1858 in Tübingen Philologie, ging dann nach München, diente 1859 als Lieutenant in der württemb. Armee und machte 1860 eine wissenschaftliche Reise durch England und Frankreich. Im J. 1862 habilitierte er sich zu München für german. Altertumskunde und wurde 1869 außerord., 1878 ord. Professor des Deutschen an der techn. Hochschule zu München. Er veröffentlichte: Gedichter (Hamb. 1859), die Epen Lanzelot und Ginevrav (Hamb. 1860; engl. von Bruce, London 1865) und Hugdietrichs Brautfahrto (Stuttg. 1863, mit Illustrationen von A. v. Werner 1872), ferner eine übersetzung des franz. Rolandsliedeso (Stuttg. 1861), Marie de Francev, nach altbretonischen Liebessagen (Stuttg. 1862), 4Aucassin und Nicolettev (Wien 1865), «Heinrich von Schwaben» (Stuttg. 1867; 2. Aufl. 1869), Tristan und Isolder, neu bearbeitet (Stuttg. 1877), „Bruder Rauscho, ein Klostermärchen (2. Aufl., Stuttg. 1882), Der Werwolf. Beitrag zur Sagengeschichter (Stuttg. 1862), „Deutsche Sagen im Elsaß» (Stuttg. 1872), Die Sage von Parzival und dem Gral» (Bresl. 1882), und lieferte Beiträge zu Geibels »Münchener Dichterbuch (Stuttg. 1862), Heyses Neuem Münchener Dichterbuchh (Stuttg. 1882) und Paulus und Weit⸗